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 :: Erfolg! Aber: Achtung! ::
 Themen | WEF 23-01-2005 14:29
AutorIn : Harald : http://www.aktiv-unzufrieden.ch
Der Aktionstag 22.1. gegen das WEF war ein Grosserfolg für den Widerstand gegen das WEF. Seit Tagen versuchen aber öffentliche Medien, diesen Widerstand schwach zu reden. Immer hört man, wir seien in einer Krise. Das wird weiter gehen und dahinter steht eine Taktik!
Der Anti-WEF-Protest ist in einer tiefen Krise, tönte es am Freitag von Radio DRS1. Es mangle an konstruktiven Ideen, und die Leute seien eingeschüchtert, denn noch nie sei eine Protestbewegung so aggressiv bekämpft worden wie die Anti-WEF-Bewegung.

Die Wahrheit ist: Trotz der tatsächlichen Polizeigewalt der letzten Jahre, gingen wieder über 2000 Leute gegen das WEF auf die Strasse. (Nebst Bern auch in Davos, St.Gallen und weiteren Städten). Und das, obwohl nichts glaubwürdiges bewilligt war, niemand zu einer Grosskundgebung aufrief, und die bewilligte Tanzdemo total kurzfristig zu stande kam, und niemand wusste, ob das überhaupt ernsthaft sei. Vorallem die Zahl der kreativen Aktivisten war grösser als jemals zuvor, die Aktionen unglaublich vielfältig.

Der Grund, warum uns gewisse Kreise in die Krise reden, ist folgender: Sie haben richtig Angst! Denn jetzt gab's keinen Krawall, plötzlich sind wir nicht mehr die Bösen, plötzlich kann man uns nicht mehr mit Al-Kaida in eine Schublade stecken. Und das macht uns mächtig. Wenn nun gesagt wird, wir seien schwach und in der Krise, so hat das genau ein Ziel:
Die Ungeduldigen unter uns zu übereilten Aktionen provozieren. Dass Leute denken: Ein paar Scheiben müssen zu Bruch gehen, damit die uns wieder Ernst nehmen. Wird dies auch nächstes Jahr nicht geschehen, am offiziellen Aktionstag, so haben unsere Gegner ein echtes Problem! Darum, lasst euch auf jeden Fall nicht provozieren! Wir wissen, dass wir Erfolg hatten! Und die, die das Gegenteil behaupten wissen es eigentlich auch.
 :: 8 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
23.01.2005 16:23  
und man darf auch mal darauf hinweisen, dass kreativ aktiv sein weit mehr aufwändiger ist und also mehr widerstand-energie benötigt als einfaches teilnehmen an einem demozug.


AutorIn: weisch was i mein?
  es braucht eine dynamik
23.01.2005 16:31  
wir haben absolut das beste aus der situation gemacht. der polizeistaat lief mehr oder weniger ins leere. trotz der massiven repression war der protest vorhanden und kam genau dort zum ausdruck, wo der staat nicht hinmag: in die kreative vielfalt.
doch du musst unbedingt bedenken, dass wir voll an die wand gestellt waren. die regierung und die polizei hat uns völlig fertiggemacht. die und wir wissen, dass sich eine weitere dynamik nur aus demos, anhaltender mobilisierung und gezielten attacken gegen das system entwickeln kann. wir müssen die hegemonie gewinnen, sonst versandet alles wieder. eine bewegung braucht erfolge. gestern war so ein erfolg. doch es braucht weitere. denn stillstand ist tod. und dass wissen die auch.
die repression hat zugenommen, doch wenn wir uns dem diktat unterordnen, haben wir schon verloren. das gilt auch hinsichtlich den bürgerlichen medien und der gesamtbevölkerung. wir müssen die zweiteilung friedlich/gewaltbereit durchbrechen und den fokus auf unsere ziele verlagern. eine vielfalt der protestformen muss möglich sein und die nervenzerreibende spalterei muss aufhören. es gibt keine separatfrieden!
vielleicht werden wir anfänglich noch mehr isoliert, doch wenn wir es schaffen zu siegen, werden auch unsere ziele überzeugen. und dann werden die leute schon wieder kommen. die zunahme der repression führt letztlich sowieso zu einer radikalisierung der gesamtbewegung. uns wer sich dagegen stellt, ist schlichtweg ein elitäres arsch.


  das beste daraus gemacht
23.01.2005 22:09  
Aber einen "Grosserfolg" will ich es nicht gerade nennen. Gewisse unterschwellige psychologische Effekte und Nachwirkungen wird das Ganze wohl haben. Unter anderem könnten sich auf den Tourismus ausgerichtete Geschäftsleute auch mal fragen, was wohl beschissener aussieht - da und dort ein paar Graffitis oder eine Stadt voll Bullen (...)


AutorIn: ungeduldiger
  Kein Erfolg!!!
24.01.2005 19:16  
Ich finde,von einem Erfolg kann bei den am letzten Wochenende gelaufenen Aktion nur bedingt die Rede sein.
Sicherlich wurde auf bunte Art und Weise gezeigt, dass so mancher/ manchem das WEF und die derzeitigen gesellschaftlichen Verhältnisse nicht passt, aber um es mit einer alten Parole zu sagen:

"Protest ist, wenn jemand sagt dass ihr/ ihm etwas nicht passt, Widerstand ist wenn sie/er dafür sorgt, dass sich das ändert."

Ist es realistisch zu glauben, die Herren (es sind ja bekanntlich zu über neunzig Prozent Männer),die sich Jahr für Jahr im WEF zusammenfinden,die KonsumentInnen oder sogar die Regierung fühlen sich ernsthaft gestört, geschweige denn bedroht, wenn am Samstag Mittag in der Innenstadt ein paar buntangezogene, strange Gestalten herum hüpfen, Flugblätter verteilen und Parolen rufen?
Zum zweiten ist die Polizeitaktik, dass kein Sachschaden entsteht, voll aufgegangen, platt ausgedrückt: sie haben gewonnen.
Zugegbener Maßen hat Bern den größten Polizeieinsatz seiner Geschichte erlebt, was auch zu einigen Unkosten führt.
Aber die Kosten eines Polizeieinsatzes dürfen nicht das einzige Druckmittel im Kampf gegen das WEF und die herrschenden Verhältnisse sein.
Die Wahl der Mittel dürfen wir uns nicht von der Stadtregierung, von der Polizei oder von sonst Jemandem bestimmen lassen, wir müssen unsere eigenen Mittel des Widerstandes selbst wählen.
Lassen wir uns nicht in einen militanten und einen pazifistischen Teil spalten, denn dass ist genau dass, was diejenigen wollen, die wir bekämpfen.

"Ob friedlich oder militant, die Hauptsach´ ist der Widerstand!"
















AutorIn: Antifant | Web:: http://www.no-nato.de
  Auch Bush ist ein Erfolg..
24.01.2005 22:55  
...denn wäre ein (Schein)demokrat (gleiche Ziele, anderes Vokabular) an der Macht, so hätte die Antikriegs- und Antifa-Bewegung nicht denselben Drang, Chance und Legitimation sich zu organisieren und zu mobilisieren...

...dasselbe gilt letzten Samstag in Bern: Gewaltfreier und kreativer Ungehorsam (Widerstand) kommt beim Grossteil der Bevölkerung besser an, inklusive Botschaft, und regt zum Nachdenken und vielleicht auch Mitmachen an. Bisher ist in den Medien kein böses Wort über die Demonstration gefallen und was man sah, war (fast) nur Polizei - das Thema ist die Polizei (touristisch marktwirtschaftlicher Schaden?) und nicht irgendwelcher "Chaoteneintopf". Da dämmerts bald vielen, dass dies eine Verschwendung der Steuergelder (sind insgesamt immerhin einpaar Milliönchen) ist und jemand gewaltige Angst hat vor einer Bewegung die das kapitalistische System nicht unterstützt. Benutzen wir die Mittel, die sie uns geben: lassen wir sie sich lächerlich machen.

...dies war erst der Anfang! Es geht weiter, besonders im Alltag. Dem MacDonalds tut abundzu eine Scheibe nicht weh, sie verstärken höchstens die Repression. Viel mehr weh tuts ihnen und wesentlich machtloser sind sie, wenn man im Alltag nicht dort einkauft und Infos über Produktion und Auswirkungen ihrer Produkte verbreitet. Dem Migros die Scheibe einzuschlagen und drei Tage später wieder dort einkaufen zeigt die Inkonsequenz und Hirnlosigkeit solcher (Über)aktivisten.

...und zum Schluss ein scheinbarer Widerspruch (wie so oft bei Vielfalt): gezielte Gewaltbereitschaft und Militantz ist sinnvoll - zB. dort wo es andere oder die eigene Bewegung/Sache nicht gefährdet (durch Medien). So ist es möglich, dass alle gemeinssam auf ihre Art in die gleiche Richtung ziehen - wenn auch nicht am genau gleichen Ort/Zeit.


AutorIn: bär-ner
  nie wieder spaltung! aber seid pragmatisch
25.01.2005 00:24  
jawohl! bär-ner spricht mir aus der seele! nie wieder spaltung in "gewaltbereit" und "friedlich". das in bern war kein frieden! das war pure verunsicherung, zum teil auch angst der bullen und konsumenten. das wirkt (im moment) mehr als ein paar kaputte scheiben. gut dass das alle erkannten. gemeinsam sind wir stark!

wegen der öffentlichen debatte: stimmt, die presse zieht eher über die kosten für das bullenaufgebot her als über den "sachschaden" der angeblich entstand. ein paar schöne bilder von maskeraden wiegen manchmal den tollsten krawall auf (für die journis)

doch wer redet vom demoverbot? war da eine demo in der berner innenstadt bewilligt? nein, die war verboten! alle reden von den kosten und die bürgerlichen murmeln vor sich hin eventuelle sachbeschädigungen _hätten_ _vielleicht_ mehr gekostet als das polizeiaufgebot...

und das geht an jeden und jede: darf man grundrechte mit dem hinweis auf ein paar eventuell beschädigte fensterscheiben preisgeben? nein darf man nicht! für unsere politische freiheit darf noch jede menge kaputtgehen. versteht mich nicht falsch: ich habe nie aus einer demo heraus sachbeschädigungen begangen oder sonstwie "gewalt" angewendet, ich glaube nicht dass das zum ziel führt. doch wir müssen uns fragen wer unsere gegner sind und wer nicht.

in diesem sinne: Wipe out WEF!


AutorIn: mönch
  form follows function
26.01.2005 18:39  
Leidest du an GW? Es gibt keinen Grund vor uns Angst zuhaben. Wir haben keine Relevanz, weil wir keine Ziele haben. Wir kämpfen um die Gunst der Medien und Gemeinderäte, unsere Zielgruppe sind Gymnasiasten. Das höchste Lob für uns ist, wenn die Kirchen und bürgerliche Parteien uns sympatisch finden. Wir saufen gegen rechts, ficken gegen Kapitalismus und tanzen gegens WEF. Hauptsache schön bunt. Klar ist Randale auch nicht das ultimative, aber im Moment erdrücken wir Inhalt durch Form (arbeiten wir alle bei Apple- Iwiderstand?), kämpfen wir für Spielplätze für reiche Teenies oder für eine neue Gesellschaft? Vielleicht müssen wir uns mal ganz kräftig spalten, zwischen solchen, die auf die Revolution und solchen, die auf die Erbschaft hoffen!
Es geht nicht darum, wer wieviel über die Ungerechtigkeiten auf der anderen Seite der Welt weiss, sondern wer hier lebt, hier ausgebeutet wird und hier dagegen kämpft. In diesem Sinne, KünstlerIn künstle.
Es kann die Befreiung der ArbeiterInnen nur das Werk der ArbeiterInnen sein!- Einheitsfrontlied


AutorIn: komi
  ! YA BASTA !
28.01.2005 19:19  

Ein unmissverständlicher Hinweis an die "Blauen" und ihre Indymedia "abschöpfenden" Spitzel:

Solltet ihr etwa meinen, hiesige Zapatistas seien bewaffnet (und sei es nur mit symbolischen Stacheldrahtstücklein...), dann irrt ihr euch gewaltig. Wenn jemand Waffen besitzt, Gewalt anwendet und gegen Gesetze verstösst, dann seid IHR das.

Darum an eure Adresse der ultimative Ratschlag: Bleibt in den warm geheizten Polizeikasernen und esst knusprige "Bundesziegel" und trinkt heisse "CHaotina", soviel ihr wollt! Die saftige Rechnung könnt ihr ungeniert an BRB (Bundesrat Blocher) senden...


AutorIn: ! Viva Zapatistas ! | Web:: http://www.ch.indymedia.org/de/2005/01/29715.shtml
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