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 :: bekennerinnenschreiben wef-plakate ::
 Themen | Medien/Netzaktivismus | WEF 04-11-2003 17:18
AutorIn : kunstguerilla international
Eine Image-Korrektiv-Offensive von diesseits des Davoser Bunkers und ein Blick in die Mördergrube des WEF
an die Medien der Schweiz:

Bekennerinnenschreiben der Kunstguerilla international zu einer Plakataktion gegen das World Economic Forum in verschiedenen Schweizer Städten
31.11.2001
(Fotos offenbar bei Keystone erhältlich)

Eine Image-Korrektiv-Offensive von diesseits des Davoser Bunkers und ein Blick in die Mördergrube des WEF.

Als KünstlerInnen mit wachem Geist verfolgen wir seit einigen Jahren die rhetorischen und dialogischen Anbiederungen von Prof. Klaus Schwab und Co. im Dienste des globalen Bonzenclubs WEF.

Die Globalisierung der Oberen ist nicht mehr als eine riesige Maschine, die Blut frisst und Dollars scheisst. Ein systematischer Hybrid aus einem Human- und Naturressourcen-Fleischwolf, einem Goldesel und einer eisernen Repressionsfaust. Den Herren der entgrenzten Ausbeutung genügt es jedoch nicht, Gesellschaften zu enteignen, Ressourcen zu plündern, Kriege zu führen und den produzierten Reichtum dieser Welt zu horten.

Sie wollen dafür auch noch geliebt werden.

Daher vermeidet es der Homo Davosiensis – eine Gattung, die sich durch Habgier, Machtbesessenheit und Eitelkeit auszeichnet – tunlichst, seine Tätigkeiten mit etwaigen negativ besetzten Begriffen in Verbindung zu bringen. Stattdessen kleidet er seine Machenschaften in ein philanthropisches Gewand und stilisiert sich grossmundig zu einem Heilsbringer der Marktwirtschaft, der die Welt verbessern will. Mit einem Worthülsensalat, bestehend aus irreführenden Floskeln wie ‘Sustainable Development’, ‘Corporate Citizenship’, ‘Corporate Responsability’ oder ‘Stakeholder Value’ füttert er die Öffentlichkeit via Leitmedien – die im übrigen dank ihrer sozialen Normierungstätigkeit selbst Teil des globalen Machtapparates sind.

Der sülzige Endlos-Loop der Vereinbarkeit von Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit ist uns derart suspekt erschienen, dass wir annehmen mussten: dahinter verbirgt sich etwas kloakenhaft Abscheuliches. Doch wie die Leichen im Keller des WEF ans Licht bringen? In nächtelanger Schwerstarbeit entwickelten wir die WEF-Phrasen-Dechiffriermaschine - sie sollte uns Aufschluss über die geheimen Glaubenssätze des Homo Davosiensis geben. Dieses Wundergerät fütterten wir sodann mit Prof. Schwabs Floskeln - heraus kamen die verblüffend erhellenden, inoffiziellen Bekenntnisse aus dem Herzen (der Mördergrube) des WEF, die wir der Öffentlichkeit unmöglich vorenthalten konnten. Der Brisanz der Enthüllungen ensprechend, musste auch das Format unserer Image-Korrektiv-Offensive protzig ausfallen. Aufmerksame StassenbenutzerInnen werden daher in den letzten Tagen nicht umhin gekommen sein, auf APG-Leuchtplakaten diverser Städte die folgenden geheimen WEF-Glaubensätze gesichtet zu haben:

Eigentum verpflichtet zur Ausbeutung.
Führend im Abbau von Arbeitsplätzen.
5% unserer Teilnehmer sind Frauen, Afrikaner oder NGOs.
Menschenrechte sind Handelshemmnisse.
Ungerechtigkeit fördert den Wohlstand.
Nachhaltige Ausbeutung auch im Sozial- und Umweltbereich.
Zuviel Demokratie ist schlecht fürs Geschäft.
Freiheit für Investoren!
Die Reichen müssen noch reicher werden.

(Unterzeichnet: Das WEF- Committed to Improving the State of the World)

Mit freundlichen Grüssen

Kunstguerilla international – ein Künstlerinnen-Netzwerk zur nachhaltigen Abschaffung des WEF

Delémont, 05.11.2003

PS 1:
Als Zeichen für die Echtheit dieses Bekennerinnenschreibens geben wir die Städte bekannt, in denen die Plakate aufgehängt wurden (zur Überprüfung (Tip): APG fragen):

Basel
Bern
Genf
Lausanne
Lugano
Luzern
Winterthur
Zürich

PS 2: Ja, auch Künstlerinnen haben eine gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. So verneigen wir uns mit einem Knigge vor Klaus Staeck, dem Kölner, in dessen Tradition wir uns mit dieser Aktion sehen und dem wir hiermit unsere besten Grüsse überbringen.
 :: 15 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  Ja ja tu gutes und erzähle jedem davon.
04.11.2003 17:56  
Cool wäre es gewesen, wenn ihr euch nicht bekannt hättet.

Doch auf der Bühne "WEF" steht jedem ein Platz im Rampenlicht zu. Für das wurde der Anlass ja auch gegründet.

Somit können sich nun nicht nur Wirtschaftsmogule und Politiker in Szene setzten, nein sonder auch Leute wie Künstler, Steinzeitkomunisten, Möchtegern-Pseudo-Terroristen etc.

Auch nächstes Jahr wird Walti Angst wieder jeder Videokamera vor die Linse rennen um gegen die böse Welt zu wettern.


Tschau Walti und Gruss aus Zürich


  supa!
04.11.2003 20:16  
geniale aktion, hab am wochenende nach dem ausgang ratlos vor einer dieser werbungen gestanden & gemeint, nun hätt ich eindeutig zuviel getrunken...

super! gratulation!


AutorIn: lom
04.11.2003 20:20  
Cool wäre es vorallem gewesen, deinen Kommentar nicht unter diesem Schreiben vorzufinden du Idiot!
Kommunisten schreibt man übrigens mit 2m.... tat man schon in der Steinzeit, aber was solls, Anarchisten schreibst du s.w. auch mit k.... oder?


  klageritis
04.11.2003 20:56  
schweizerische Depeschen Agentur: APG reicht Klage gegen illegale WEF-Plakate ein
BERN - Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) hat wegen illegaler WEF-Plakate in verschiedenen Schweizer Städten Klage gegen unbekannt eingereicht. Bekannt zu der Aktion hat sich eine "Kunstgerilla international".

Gegner des Word Economic Forum (WEF) hatten am Wochenende in mehreren Städten beleuchtete APG-Aushangkasten geöffnet und Plakate mit unterschiedlichen Sujets zum WEF platziert. Die Plakate seien von "hervorragender Qualität", und die Montage sei "absolut fachmännisch" erfolgt, sagte APG-Sprecher Othmar Casutt auf Anfrage.

Laut Casutt kommen in der Schweiz etwa 15 Druckereien in Frage, die solche Plakate herstellen können. Bei der Aktion wurden vor allem Kunden der APG geschädigt, deren Aushänge nicht mehr zu sehen waren. Den eigentlichen Schaden konnte Casutt aber nicht mit einem genauen Betrag beziffern.

Im Bekennerschreiben der Urheber, einer so genannten "Kunstguerilla international", wird angegeben, dass die Anti-WEF-Plakate in acht Städten aufgehängt wurden. Gemäss APG-Angaben wurden in Bern 36 illegale Plakate entdeckt, in Zürich und Genf je etwa 20 und in Winterthur 6.

gefunden auf

 http://wef.linkgroup.org/Index.php?Site=Mediennews&ID=21

sowie weiteren Seiten im Netz.





AutorIn: illegalist
  why not WEF vs. WEF?
04.11.2003 21:06  
empfehlung fürs nächste mal: WEF communiqué faken und zugeben, dass das WEF hinter den plakaten und seinen aussagen steht! dann heisst es WEF gegen WEF and thats funny!
aber trotzdem: Indymedia abschalten.


AutorIn: signore fakER
  delemont??
04.11.2003 21:16  
weshalb wohl ist das communiquee in delemont signiert worden? kann da jemand weiter helfen. bin nicht vom militärischen nachrichtendienst. indianerInnenehrenwort. schwöre!


AutorIn: puups
  piss off
04.11.2003 21:16  
bullen und faker raus aus indymedia!


  lustig
04.11.2003 21:24  
"so verneigen wir uns mit einer knigge (???) vor klaus staeck. " also: knigge ist ein buch mit bürgerlichen benimm-regelen. ihr meint wohl knicks, sprich: leichte verbeugung. und: staeck ist ja schon ok, eure aktion hat aber mit seiner plakatkunst reichlich wenig zu tun. gut, metaphorisch. ihr hättet euch besser vor den yesmen verknickt. kennt ihr nicht? hier:  http://www.theyesmen.org/wto/ guckts euch an. DER WTO-Fake des letzten jahrtausends. mit zum teil den selben verdrehungen, die ihr auf den plakis gebracht habt.


AutorIn: YESMAN
  da ging was schief
04.11.2003 21:38  
weshalb wohl ist das communique erst auf morgen mittwoch datiert, 5.11.03? haben die künstlerInnen plötzlich kalte füsse gekriegt und befürchtet, dass sich die scheinwerfer der medien abwenden und sind deshalb einen tag früher als geplant mti dem bekennerInnenschreiben raus? fragen über fragen.
auch ich bin nicht vom militärischen nachrichtendienst. und auch von mir ein indyanerInnenehrenwort. aufs schwören verzichte ich.


AutorIn: rosa
  hut ab!
04.11.2003 21:46  
hammeraktion!!!
weiter so!

alle an die wef-demo!!!


  die plakate des herrn klaus staeck
05.11.2003 01:56  
 http://www.staeck.com/

ach die arme APG - sooo ein grosser schaden - aber aber!
stellt doch im januar in davos einen hut auf beim ausgang - sind ja genug reiche dort. wer will denn so kleinlich sein...


AutorIn: hans protz | Web:: http://www.staeck.com/
  wäre doch besser gewesen......
06.11.2003 18:05  
sich nicht dazu zu bekennen. Weil jetzt kriegen die guten Leute ja nur eine Busse.

Der Polizist welcher die Verzeigung schreibt wird sich freuen; Täterschaft bekannt, geständig und erbringt das Beweismittel gleich selber.

Der Traum eines jeden Polizisten.


Doch die Reaktion sich zu bekennen ist nur menschlich und nahvollziehbar. Aus diesem Grund werden auch viele Straftäter ermittelt, weil sie mit ihren Taten prahlen.

Aber dies ist auch ein Zeichen der Zeit, jeder möchte irgendwie berühmt werde, auf die eine oder andere Weise.

Big Brother, Superstar, Talk-Shows etc. sie zeigen nur, wie die Gesellschaft sich zu einer Gesellschaft von einzel Personen gewandelt hat. Jeder nur für sich und das wichtigste ist, sein Gesicht im Fernseher zu sehen. Oder seine Taten.

Soweit zum Thema "des sich bekennen".

Zum Thema Rechtschreibung gibt es nicht viel zu sagen, du darfst sonst gerne meine Korespondenz erledigen. Doch so Gut bist du auch nicht, da du Grammatikfehler nicht gefunden hast.
Das Kommunist so geschrieben wird, weiss ich auch. Aber beim Tippen bin ich nicht immer Perfekt. Hauptsache Du.

Gruss aus Zürich, der Stadt mit den meisten Egoisten


  super aktion!
07.11.2003 21:59  
liebe leute
das war wahrlich eine super aktion. unser aller lob verdient ihr! scheinbar gibts aber leute hier, die euch den erfolg nicht gönnen, wie kann man sonst alle diesen kleinlichen kritikkommentare wie: also cooler wäre sich nicht zu bekennen - im rampenlicht stehen wollen alle - ...
was soll dieser mist? eine super aktion gebührt dem nötigen respekt und wer nur kritisieren kann und zuhause am compi sitz und überall seinen müll schreibt, der soll man seinen arsch bewegen und selber hand anlegen.

liebe leute
man ist was man macht!

solidarischer weltenbürger


AutorIn: WEF gegner
  Ha ha ha, Klaus Staeck!
08.11.2003 17:54  


AutorIn: WER HAT UNS VERRATEN? - SOZIALDEMOKRATEN!
  doch bekennen!!
09.11.2003 16:55  
wiso sollten sie sich nicht dazu bekennen.
vieleicht will man der öffentlichkeit bekannt machen was der hintergrund für diese tat ist.

und wenn es einen etwas grösseren rumel darum gibt ist das auch gut dann bekommen es mehr leute mit und machen sich gedanken darüber.

sowas soll ja nicht nur zum spass sein sonder auch irgendetwas auslösen!

p.s. wirklich geile aktion!!



AutorIn: wurst
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