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 :: pressecomuniqué SCACCIAWEF demo in lugano ::
13-01-2004 16:44
AutorIn : anti-WTO tessin
Das WEF ist überall und unser Widerstand auch!
Bis zu den Zähnen bewaffnet vertreiben wir die Mächtigen!
Ausgerüstet mit Pfannen, Deckeln und Kellen gehen wir auf die Strasse und rufen laut basta!
…oder wie grundlegend wichtig es ist, sich der globalen neoliberalen Politik, die jegliche lokale Initiativen vernichtet, zu widersetzen
Wie jedes Jahr im Januar zeigt die Schweizerische Eidgenossenschaft ihre Hochachtung gegenüber den Globalleaders (Mitglieder von Verwaltungsräten, Top-Manager aus der Industrie, Staatschefs, Wissenschafter, Chefredaktoren, Künstler und ein paar Vertreter von NGOs), indem sie dieser auserwählten Elite die Ehre erweist, sich in Davos zu treffen, wo diese weitere Pläne zur Ausbeutung der menschlichen und natürlichen Ressourcen treffen werden können.
Dieses private Treffen wird von fast 10'000 Polizisten und Soldaten, die vom Volk bezahlt werden, abgeschirmt. Die bei diesem Treffen zuerst auf globalem Niveau gefällten Entscheidungen zeigen auch lokal ihre Auswirkungen.
Denken wir dabei an die Privatisierung öffentlicher Güter (des Wassers vor allem) und wie klein die Aufteilung der daraus erzeugten Profite ist. Denken wir an die sozialen Errungenschaften, die in Frage gestellt werden, da sie als Profitbremsen gesehen werden (Erhöhung des AHV-Alters, Kürzungen der Arbeitslosengelder, immer höhere Mieten), an die stetigen Budgetkürzungen (Spitäler, Schulen), die jede Regierung als einzige Lösung vorschlägt um die Bilanzen auszugleichen. Denken wir dabei an die erhöhte Auslastung des Transportnetzes und die Erhöhung des internationalen Güterwechsels mit dem einzigen Ziel des Profites, welche die Luftverschmutzung beträchtlich erhöhen. Denken wir auch an die Massenentlassungen, die oftmals durch das Scheitern von leichtsinniger Geschäftspolitik ausgelöst wurden, an die immer höhere Arbeitszeit und vergessen wir schliesslich die ewig kriegstreibende Politik nicht. All dies geschieht im stillen Einverständnis der offiziellen Massenmedien, die es bevorzugen, einige direkte Aktionen zu instrumentalisieren anstatt auf die Missetaten der Globalleaders hinzuweisen.

Auch aus diesen Gründen leisten wir entschlossen Widerstand gegen die Durchführung dieses Treffens.
Während der Widerstand in den letzten Jahren eine grosse Demonstration in Davos organisierte, die übrigens jedes Mal von der Schweizer Regierung durch gewalttätige Polizeiinterventionen unterdrückt und zu verhindern versucht wurden, wollte man dieses Jahr eine Koordination gründen, die vor allem Lokal agiert um das WEF zu demaskieren und deren Ablauf zu stören. Begonnen hat es mit der Demonstration letzten Samstag in Winterthur, wo die Polizei wild mit Tränengas und Gummigeschossen eingefahren ist, bevor die Demonstrationszug losgelaufen ist. Weiter geht’s am Samstag 17. Januar in Bern, Langenthal, Freiburg und Burgdorf. Am Mittwoch 21. Januar ist ein Blockadetag vorgesehen, an der auch eine „Tessinerblockade“, die allen offen steht, teilnehmen wird. Das ganze wird mit Demonstrationen in Chur und Davos am 24. Januar beendet.

In diese gesamtschweizerische Mobilisationen fügt sich auch die Anprangerungsdemonstration „SCACCIA WEF“ (das WEF vertreiben) ein, die am Samstag, 17.Januar 2004 stattfindet. Besammlung der Demonstration ist um 13.30 auf der Piazza Molino Nuovo (es wird dort um 12 Uhr ein Mittagessen geben), danach wird sich der Demonstrationszug in Richtung Stadtzentrum begeben und auf der Piazza Cioccaro enden, wo man an einem Rollenspiel teilnehmen kann, das uns an der eigenen Haut spüren lässt, wie es ist, wenn wenige alles besitzen und viele nichts.
Diese Demonstration, wie sie schon im 2002 durchgeführt wurde, bezieht sich auf eine Tessiner Volkstradition, welche Ende Januar mit allem bewaffnet, was Lärm macht, auf die Strasse ging um den Winter zu vertreiben. Sie bezieht sich aber auch auf die neuere argentinische Bewegung, die „cacerolazos“, die als Personenmasse laut protestierten, schreiend, „dass sie alle gehen sollten“, bezogen auf die korrupten Politiker und Ausbeuter, die die nationale Ökonomie verkauft und zerstört haben, den neoliberalen Rezepten des internationalen Währungsfons IWF folgend.
Das „SCACCIA WEF“, mit dem fröhlichen, fantasievollen und lärmenden Volksaufzug mit Pfannen, soll folglich eine Gelegenheit sein, um das WEF aus der Schweiz und der Welt zu vertreiben, auch indem symbolisch die Firmen und Regierungen angeprangert werden, die am WEF teilnehmen. Wir werden von der nahenden Fasnacht profitieren und uns in all die niedrigen Persönlichkeiten verkleiden, welche die globalisierte Welt bevölkern: Hofnarren, Rauschgifthändler, Bankiers, Hanswürste, Anwälte, die sich der Geldmacherei verschrieben haben, Priester und Bischöfe und wer noch mehr weiss, soll sie einbringen… Dies um zu zeigen, dass zumindest die Fantasie uns nie geraubt werden kann.

Denn in einer Welt, wo ein sechstel der Menschheit in absoluter Armut lebt, wo ein weiterer sechstel um das Existenzminimum kämpfen muss und wo täglich fast 100.000 Personen vor Hunger sowie seinen direkten Auswirkungen sterben, obwohl bewiesen ist, dass für alle die Möglichkeit bestehen würde, den Hunger zu stillen, ist es legitim und nötig mit allen möglichen Mitteln zu protestieren und Widerstand zu leisten.
Denn schliesslich dürfen wir nie vergessen, dass jene, welche die wahre alltägliche Gewalt ausüben, wissenschaftlich geplant und untermauert, jene sind, welche die ganze Welt verarmen und verhungern lassen.
Und du kannst sie überall finden, auch direkt um die Ecke des Hauses, wo du wohnst.

WIPE OUT WEF- WIDERSTAND






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  sehr gut!
13.01.2004 19:00  
bis dann.
wir, ziemlich viele leute aus dem kanton zürich werden euch tatkräftig unterstützen kommen! a presto!


  Winterthurer
14.01.2004 01:04  
gutes comminique! es werden auch ein paar leute aus winterthur kommen (sind noch am mobilisieren). solidarität kennt keine grenzen!


AutorIn: ya basta
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