Wolfgang Ehmke
04.09.2008 - 09:51
"Bundesbehörde weiß, dass auch Gorleben untauglich ist"
Bürgerinitiative Umweltschutz veröffentlicht Brief an das
Bundesamt für Strahlenschutz
Geologische Parallelen zwischen dem havarierten
Atommüllendlager Asse II und dem Endlagerbau im Salzstock
Gorleben gehen über die Tatsache hinaus, dass in beiden
Fällen Salz als Lagergestein gewählt wurde - "eine an sich
fragwürdige Angelegenheit", meint die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.
Wolfgang Ehmke
03.09.2008 - 01:57
Endlager-GAU in der Asse II
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: Der nächste GAU
droht in Gorleben
Endlich werde offiziell eingestanden, dass das Kalibergwerk
Asse II von Anfang an als Atommülllager ohne eine
entsprechende Genehmigung genutzt wurde und niemals
Sicherheitsanforderungen genügt habe. Aus Sicht der
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg greift
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel mit seiner Klarstellung
allerdings zu kurz.
Felix Ruwe
01.09.2008 - 20:42
Im Forschungsbergwerk ASSE Asse II bei Wolfenbüttel wurde zwischen 1973 und 1976 rechtswidrig hochradioaktiver Atommüll entsorgt. Die Brennelemente stammen aus dem Versuchsreaktor im Kernforschungszentrum Jülich, welches zur Zeit von der Landesregierung mit erheblichen Mitteln gefördert wird. Jülich ist das Zentrum zukünftiger Atomtechnologie aus NRW, sofern sich die Träume der CDU/FDP-Landesregierung verwirklichen lassen.
Pressekontakt GAAA
30.08.2008 - 20:42
Drei belgischen FriedensaktivistInnen ist es gelungen, den von Hunderten von Feldjägern und PolizistInnen bewachten Atomwaffen-Stützpunkt Büchel zu entern. Sie kletterten gegen 15.30 Uhr über den Zaun. Mit ihrer gewaltfreien Aktion protestierten sie gegen die Beteiligung Deutschlands an den Atomkriegsplänen der NATO.
Ralf Streck
21.08.2008 - 18:41
Der spanische Industrieminister Miguel Sebastián hat am Dienstag eine "harte" Strafe für die Betreiber des spanischen Atomkraftwerks Ascó angekündigt. Zuvor hatte die Atomaufsicht (CSN) den Betreibern Endesa und Iberdrola (ANAV) schwere Verstöße im Rahmen des Störfalls vorgeworfen, der sich schon im November 2007 ereignete und bis April verheimlicht wurde. Doch die auch diese Rekordstrafe ist eher etwas für die Portokasse von Endesa und Iberdrola und die CSN weiter die Schäden und die eigenen Fehler.
Bep
18.08.2008 - 17:35
Heute hat die GeFAP: Münchausen Gesellschaft zur Förderung von Akzeptanzproblemen in HH Altona einen Förderturm aufgestellt und mit Probebohrungen des Salzstocks Othmarschen-Langenfelde begonnen. Fässer mit Atommüll wurden mit mobilen Transportern aus dem ganzen Stattgebiet angefahren und zur Einlagerung vorbereitet.
Atomnix
17.08.2008 - 17:04
Von den bundeseigenen Energiewerke Nord GmbH (EWN) ist ein Castor-Transport mit neun Atommüll-Behältern in das Zwischenlager Nord (ZLN) bei Greifswald-Lubmin beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beantragt worden. - Mit der Erteilung der Transportgenehmigung wird demnach 2008, Anfang 2009 gerechnet.
Öko-Anarcho
16.08.2008 - 17:45
Interview mit Menschen aus der Vorbereitung des Öko-Anarchistischen Barrios auf dem Klima-Camp
Gorleben-Newsletter
16.08.2008 - 02:58
Wir möchten Sie nochmal auf das Endlagersymposium vom 30. Oktober bis 01. November 2008
beim BMU in Berlin hinweisen. Baldige Anmeldung ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl vom BMU begrenzt wurde. Es wird eine Teilnehmergebühr erhoben.
Kerstin Rudek
15.08.2008 - 08:35
Endlagerkriterien vom Bundesumweltministerium veröffentlicht -
Bürgerinitiative Umweltschutz beteiligt sich an Erkundung des Salzstockes
Hamburg Othmarschen - Langenfelde
Nachdem nun die bereits vor Monaten angekündigte Veröffentlichung
"Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver
Abfälle" des Bundesumweltministeriums vorliegt, wird die Bürgerinitiative
Umweltschutz (BI) aktiv. Als Teilhaberin der "Münchhausen- Gesellschaft zur
Förderung von Akzeptanzproblemen" (GeFAP) wirkt sie mit am Bau eines
Erkundungsbergwerkes zur Untersuchung des Salzstockes Othmarschen-
Langenfelde auf seine Eignung als Atommüll-Endlager.
Wolfgang Ehmke
07.08.2008 - 09:52
"Was heißt eigentlich Erkundung" - Die Bürgerinitiative Umweltschutz
fordert vom Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS)
eine Klarstellung
Der Präsident des Bundeamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König,
hatte in die Debatte um Laufzeitverlängerungen und um die Fortsetzung der
Bauarbeiten im "Erkundungsbergwerk Gorleben" eingegriffen. In Interviews
hatte König alle Seiten davor gewarnt, die Eignung oder Nicht-Eignung des
Salzstocks Gorleben-Rambow als Atommüllendlager zu behaupten.
Wolfgang Ehmke
05.08.2008 - 13:03
Renaissance der Anti-Atom-Bewegten
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg sichert sich
bundesweite Unterstützung
Atomkraftbefürworter in Deutschland werden noch lange auf einen
Stimmungsumschwung warten können. Die konzertierte Dauerkampagne der
Unionsparteien und der Energiekonzerne E.ON, Vattenfall, RWE und EnBW ruft
eine Gegenbewegung auf den Plan. Über 15.000 Unterschriften für ganzseitige
Anzeigen "gegen den Ausstieg aus dem Ausstieg" innerhalb einer Woche
verzeichnet das Bündnis großer Umweltverbände wie DNR, Deutsche Umwelthilfe
und Klima-Allianz. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg gehört
zu den Unterzeichnern, schließlich mündet der Appell in einen Aufruf zu einer
bundesweiten Anti-Atom-Demonstration am 8. November in Gorleben.
Wolfgang Ehmke
05.08.2008 - 04:28
CSU-Chef Huber setzt auf Gorleben -
"ein Schmarrn" kontert die Bürgerinitiative Umweltschutz
Der Streit um Gorleben und die Atomkraft geht in die nächste Runde:
CSU-Chef Huber will den Atomausstieg kippen, weil der Atomstrom für
billig hält, und fordert die Fertigstellung Gorlebens als nukleares
Endlager. Nachdem schon die Bundeskanzlerin in ihrer Sommer-
Pressekonferenz für den Weiterbau in Gorleben plädierte, zog Erwin
Huber nun nach.
Belehrer
30.07.2008 - 10:46
Da der Zaun vom Atommüll-Zwischenlager Gorleben sehr unsicher ist, muss er schon rund um die Uhr von der 4. BPH der Polizei bewacht werden. Sie muss aber auch Platzverweisungen verteilen, um Gefahren abzuwenden. Leider haben sie es noch nicht geschafft einen rechtsgültigen Platzverweis auszustellen. Die TeilehmerInnen des Sommercamps sind jedoch bemüht, die jungen Polizisten zu belehren was es für Tücken bei der Ausstellung eines Platzverweises gibt.
Atomnix
27.07.2008 - 12:46
Die frischen Brennelemente für das tschechische AKW Temelin wurden im Hafen von Szczecin (Stettin) in Polen mit dem britische Transportschiff 'Atlantic Osprey' am 20.07.08 angeliefert, anschließend auf Eisenbahnwaggons umgeladen und auf dem Schienenweg aus dem Hafen von Szczecin (Stettin) quer durch Polen und Tschechien zum AKW Temelin befördert, wo sie am 21.07.08 eintrafen.
Eichhoernchen
26.07.2008 - 23:33
Das Wendland-Sommercamp in Gedelitz im Wendland hat angefangen. Die TeilnehmerInnen sind guter Dinge und genießen Sonne, Klettern, Workshops, Vorträge und Aktionen am Atommüll-Zwischenlager Gorleben.
pressedienst@ag-schacht-konrad.de
26.07.2008 - 02:42
Was nutzen uns markige Worte von Politikern, solange niemand den Betreiber daran hindert, die Flutung vorzubereiten und Beweise zu vernichten. ASSE-KritikerInnen wollen nicht mehr warten und nehmen das Heft des Handelns selber in die Hand. Schwer enttäuscht, vielleicht sogar getäuscht sehen sich die KritikerInnen des Atommüllagers ASSE II nachdem die Mehrheit des Umweltausschusses des Niedersächsischen Landtages in dieser Woche einen sofortigen Baustopp abgelehnt hat: „Politiker aller Parteien regen sich wortreich über die Machenschaften des ASSE-Betreibers auf, hindern ihn aber nicht daran, weiterzumachen“, empört sich Udo Dettmann vom ASSE-II-Koordinationskreis.
BI Luechow-Dannenberg
24.07.2008 - 17:47
BI Umweltschutz fordert Bundeskanzlerin Merkel zum Verzicht auf die Endlagererkundung in Gorleben auf
Die Bundeskanzlerin hatte sich bereits für verlängerte Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke ausgesprochen, auf der gestrigen Bundespressekonferenz plädierte Angela Merkel nun auch für die "weitere Erkundung des Salzstocks Gorleben auf seine Eignung als Atom-Endlager". Damit konterkariere die CDU- Politikerin die Politik des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel, der für Ende Oktober zu einem Endlagersymposium in die Bundeshauptstadt einlädt, merkt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. an.
Ralf Streck
22.07.2008 - 08:29
Immer öfter kracht es in spanischen Atomkraftwerken. Wie oft und mit welchen Schäden für Mensch und Umwelt, bleibt nicht selten unklar, weil die spanische Atomaufsicht (CSN) ihrer Aufgabe nicht gewachsen ist oder ihr nicht nachkommt. Schwere Unfälle werden oft mit großer Verspätung bekannt, wenn Arbeiter die Vorfälle den Umweltorganisationen melden, wie zuletzt in Ascó. Vielleicht hat der sozialistische Regierungschef deshalb seine Position gegen die Renaissance der Atomkraft (
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28308/1.html) bestätigt, weil weder die Aufsicht funktioniert und die Endlagerfrage völlig ungelöst ist.
Wolfgang Ehmke
16.07.2008 - 06:02
Endlager Gorleben - Mehrfachbarrierensystem bricht ein
Die Endlagerkonzeption für Gorleben steht offensichtlich vor
einer wesentlichen Änderung. Obwohl die Bauarbeiten auf der
Endlagerbaustelle bis zu einem Ablauf des Moratoriums ruhen
und die Entscheidung offen ist, ob alternativ zu Gorleben nicht
auch andere Standorte und Gesteinsformationen als Salz auf
eine Eignung hin untersucht werden, erprobt die Gorleben-
Betreiberin, die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb
von Endlagern (DBE), die Endlagerung hochradioaktiver
Abfälle im Salzgestein.
Kerstin Rudek
11.07.2008 - 14:56
Protest gegen Probe-Castor: Politisches Engagement wird bestraft!
Gerichtsverhandlung in Hannover
Am 9.7.2008 wurde eine Lüneburger Atomkraftgegnerin für eine luftige Protestaktion gegen einen Probecastortransport in das Zwischenlager Gorleben verurteilt. Nicht die Aktion sondern ihre scharfe Kritik am Atomstaat war die Grundlage für 250 EUR Bußgeld.
Verschiedene
10.07.2008 - 04:50
Early Tuesday morning a technical problem caused 30 cubic metres of uranium-contaminated water to leak from the Tricastin nuclear plant near the city of Avignon in southern France. An old potash mine in north Germany containing nuclear waste is flooding with brine at a rate of 12 cubic metres a day, casting further doubt on the safe keeping of nuclear leftovers for a million years.
Wolfgang Ehmke
08.07.2008 - 14:42
Atomkraftdebatte: Atommüll - Entsorgung wird ausgeblendet
Knapp zwei Jahre vor den nächsten Bundestagswahlen ist der Streit um die Zukunft
der Atomkraft voll entbrannt. Auch wenn es "nur" um die Verlängerung der Laufzeiten
der deutschen Atommeiler und nicht um kostspielige Neubauten geht, werde aus
Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. bei einer Abwägung
von Kosten und Risiken der Atomkraft ein gewichtiger Faktor, die ungelöste nukleare
Entsorgung, von den Lobbyisten bewusst ausgeblendet.
pressedienst@ag-schacht-konrad.de
06.07.2008 - 15:20
Region wehrt sich geschlossen gegen die Flutungspläne
Als deutliches Zeichen der Geschlossenheit gegen die Flutungspläne des Betreibers werten die Veranstalter die gestrige Kundgebung am havarierten Atommüll-Lager ASSE II. „Die Demonstration hat gezeigt, dass aus der Region jetzt nicht nur kosmetische Sprüche erwartet werden, sondern harte Konsequenzen“, sagte Udo Dettmann vom ASSE-II-Koordinationskreis.
Wolfgang Ehmke
24.06.2008 - 14:26
In Gorlebens Pilotanlage, dem Salzbergwerk Asse II droht ein GAU. Jahrelang galt die "Asse" als Prototyp für Gorleben, jetzt kämpfen Anwohner der havarierten Atommülldeponie dafür, den Strahlenmüll herauszuholen, bevor es zu spät ist. Täglich fließen 12 Kubikmeter Wasser in die Schachtanlage, und zwar unkontrollierbar. Schon bei der Umwidmung der Kaligrube als Atommülldeponie ab dem Jahr 1967 war absehbar, dass
es zu Laugenzuflüssen kommen würde. Für die Atomkraftgegner im Wendland drängen sich die Parallelen zwischen der Asse und Gorleben auf.
Diet Simon
24.06.2008 - 06:52
An old potash mine in north Germany containing nuclear waste is flooding at a rate of 12 cubic metres a day and throwing up all sorts of questions about safe keeping of nuclear leftovers for a million years. The design for nuclear waste storage in the now flooding Asse II potash mine near Wolfenbüttel, about 80 kms southeast of Hannover, is the same as for the specially dug salt mine at Gorleben, seen as the likely permanent repository.
ASSE-II-Koordinationskreis
18.06.2008 - 14:45
Bisher war beim Atommüll-Bergwerk ASSE II immer von Schließung eines lange stillstehenden Betriebes die Rede. Die zögerlichen Geständnisse des Betreibers und des Niedersächsischen Umweltministers vor dem Umweltausschuss des Landtages machen jetzt allerdings deutlich: Auch heute noch werden größere Mengen Atommüll im Bergwerk bewegt und umgebettet und soll(t)en widerrechtlich einfach verbaut werden.