Auf zu den Knästen und Käfigen! Freiheit!

http://totalliberation.blogsport.de/ 31.12.2013 20:04 Themen: Antifa Biopolitik Repression Soziale Kämpfe
"Wenn sie keine Gefangenen mehr haben, haben wir aufgehört zu kämpfen. Wenn unsere Gefangenen vergessen sind, haben sie uns besiegt."
- Keith Mann (ALF-Aktivist und Ex-Gefangener)


Mit Re­pres­si­on und staat­li­cher Ge­walt ver­sucht die Tier­aus­beu­tungs­in­dus­trie ein­zel­ne Ak­ti­vist*innen und damit auch die ge­sam­te Tier­be­frei­ungs­be­we­gung lahm­zu­le­gen. Die Un­ter­stüt­zung von Ge­fan­ge­nen ist des­halb ein ele­men­ta­rer Teil im Kampf gegen die Tier­aus­beu­tungs­in­dus­trie und deren staat­li­che Hand­lan­ger*innen.
Die Totalliberation-Kampagne wünscht den politischen Gefangenen und allen emanzipatorischen Bewegungen viel Kraft und Erfolg im kommenden Jahr. Allen die ihre Zeit in den Knästen verbringen müssen, wünschen wir Durchhaltevermögen. Lasst euch nicht zermürben von den Mühlen der staatlichen Repression. Lasst euch nicht brechen!
Allen die in Solidarität mit den Gefangenen und für deren Befreiung kämpfen wünschen wir Durchhaltevermögen. Haltet die Unterstützung aufrecht, bleibt engagiert und wütend.
Es gibt be­reits Struk­tu­ren und Grup­pen die län­der­spe­zi­fisch und in­ter­na­tio­nal Un­ter­stüt­zung leis­ten.
Be­tei­ligt euch an be­ste­hen­den Grup­pen oder or­ga­ni­siert den Auf­bau von So­li­da­ri­täts­struk­tu­ren zur Ge­fan­ge­nen­un­ter­stüt­zung wo es bis­her noch keine gibt.

Einige Möglichkeiten zur Gefangenenunterstützung sind hier ( http://totalliberation.blogsport.de/prisoner-support/) gelistet.



Staat und Tier­aus­beu­tungs­in­dus­trie ar­bei­ten Hand in Hand, wenn es darum geht, Ak­ti­vist*innen fi­nan­zi­ell, psy­chisch und phy­sisch zu rui­nie­ren.
Dem kön­nen wir nur mit SO­LI­DA­RI­TÄT be­geg­nen. Wenn die In­sti­tu­tio­nen von Staat und Wirt­schaft glau­ben, mit Ge­walt und Ein­schüch­te­rungs­ver­su­chen die Be­we­gung für die Be­frei­ung von Mensch und Tier zu schwä­chen, irren sie sich. Die staat­li­che Ge­walt mag wie ein Schlag in unser Ge­sicht sein, Haus­durch­su­chun­gen und Ge­richts­ver­fah­ren mögen uns kurz­fris­tig schwä­chen und Ge­fäng­nis­stra­fen ei­ni­ge von uns über Jahre unter to­ta­le staat­li­che Kon­trol­le brin­gen; stop­pen kön­nen sie uns damit aber nicht.
Welt­weit ist der Trend der Ein­schüch­te­rung und der Ver­such, eman­zi­pa­to­ri­sche Be­we­gun­gen zu kri­mi­na­li­sie­ren er­kenn­bar. Wenn die Herr­schen­den und jene, die von Aus­beu­tung pro­fi­tie­ren, glau­ben, uns damit lahm­le­gen zu kön­nen, täu­schen sie sich. Wir las­sen uns nicht ein­schüch­tern! Wir zei­gen, dass For­men von Un­ter­drü­ckung viel­sei­tig und kom­plex sind. Sie kön­nen nicht iso­liert be­trach­tet wer­den, son­dern sind mit­ein­an­der ver­schränkt. Für eine freie und so­li­da­ri­sche Ge­sell­schaft muss auf allen Ebe­nen und immer wie­der auch ge­mein­sam ge­kämpft wer­den.
Mit staat­li­cher und öko­no­mi­scher Ge­walt wächst unser Wi­der­stand. In die­sem Sinne: Wir sehen uns auf den Stra­ßen, in Mast­an­la­gen und Pelz­far­men, vor Tier­la­bors und Knäs­ten, am Tag und bei Nacht, wir sehen uns im Ge­richts­saal, wir sit­zen im Pu­bli­kum ganz hin­ten oder auch mal ganz vorne, wir la­chen, klat­schen und schla­gen Türen zu, wenn wir uns da­nach füh­len und freu­en uns auf die nächs­ten Vor­stel­lun­gen!
Unterstützt alle menschlichen und nichtmenschlichen Gefangenen!

Bis jeder Knast und jeder Käfig leer ist!

To­tal­li­be­ra­ti­on

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Tierausbeutungsindustrie, Staat und Repression zerschlagen!

Solidarität ist unsere Waffe!

Für alle die innerhalb und außerhalb der Gefängnisse kämpfen einige Gedanken von Erich Mühsam.





Mein Gefängnis

Auf dem Meere tanzt die Welle
nach der Freiheit Windmusik.
Raum zum Tanz hat meine Zelle
siebzehn Meter im Kubik.

Aus den blauen Himmeln zittert
Sehnsucht, die die Herzen stillt.
Meine Luke ist vergittert
und ihr dickes Glas gerillt.

Liebe tupft mit bleichen leisen
Fingern an ein Bett ihr Mal.
Meine Pforte ist aus Eisen,
meine Pritsche hart und schmal.

Tausend Rätsel, tausend Fragen
machen manchen Menschen dumm.
Ich hab eine nur zu tragen:
Warum sitz ich hier? Warum?

Hinterm Auge wohnt die Träne,
und sie weint zu ihrer Zeit.
Eingesperrt sind meine Pläne
namens der Gerechtigkeit.

Wie ein Flaggstock sind Entwürfe,
den ein Wind vom Dache warf.
Denn man meint oft, daß man dürfe,
was man schließlich doch nicht darf.



(Erich Mühsam)
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Ergänzungen