Besitzer droht mit "brennender Flora"

Malatesta 03.11.2009 10:55 Themen: Freiräume
In der bürgerlichen Presse wird wieder einmal über die Räumung der Roten Flora spekuliert.

Es wird davon geschrieben, dass der Besitzer der Roten Flora den Hamburger Senat damit droht, das Gebäude verkaufen und räumen zu lassen.
Vermutet wird, dass er den Senat damit unter Druck setzen will, damit dieser ein sogenanntes „Zukunftskonzept“ für die Immobilie entwickelt.

"Eine Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition wäre vor dem Hintergrund einer "brennenden Flora" sicherlich kein Spaziergang mehr", sagte der Immobilieninvestor in einem Interview der "Szene Hamburg", ein möglicher Käufer habe ihm bereits 19,3 Millionen Euro geboten.

Das „Hamburger Abendblatt“ lässt in der heutigen Ausgabe über die Zukunft der Roten Flora abstimmen:  http://www.abendblatt.de/werbung/article1255405
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Ergänzungen

Absoluter Schwachsinn

Kontroverso 03.11.2009 - 12:14
Sicherlich ist die Rote Flora - wenn man vom kapitalistischen Immobilienmarkt ausgeht - ein nicht zu verachtendes Stück Bauland. Aber über 19 Mille, verbunden mit einem geräumten Haus dieser Bedeutung und dem Sachschaden der hinterher dabei entstehen würde? Nee, das bietet keineR. Das ist, um den Preis in die Höhe zu treiben. Ich kann bei der zunehmenden Bedrohung Linker Projekte durch Käufer_innen nur hoffen, dass es ein wirksamen Schutzkonzept gibt, das den Kauf der Immobilie mit einschließt.

Solidarische Grüße nach Hamburg.

Besitz != Eigentum

Haarspalter_in 03.11.2009 - 13:03
Ich will ja nichts sagen, aber es macht schon Sinn da zu differenzieren. Selbst aus bürgerlich-juristischen Perspektive sind die Besitzer_innen der Flora die Leute die dort am Start sind, Schlüssel haben etc.

 http://de.wikipedia.org/wiki/Besitz

Dem Eigentümer den Besitz zuzuschreiben, macht ihn bloß mächtiger als er eigentlich ist.

Außerdem sollte Kritik am Kapitalismus einen scharfen Begriff von Eigentum haben.

Großkapital bibbert leider nicht

malte 03.11.2009 - 13:53
Macht Euch nix vor, Leute. Wenn der Preis stimmt, wird die Flora geräumt und verkauft. Vor nen paar Farbbeuteln und Pflastersteinen hat kein Investor Angst. Das sind abgebrühte Jungs: Die schließen beim Kauf gleich ne Brand- und Sachversicherung ab. Anschläge & Randale werden in den Kaufpreis einkalkuliert und tun dem Käufer nicht weh. Der Kaufpreis sinkt dann lediglich um die Versicherungskosten und nen kleinen Nerv- Abschlag (vielleicht 20.000- 30.000 Euronen). Bei nem Kaufpreis von mehreren Millionen Euro spielt sowas keine Rolle. Traurig aber wahr.

Preistreiberei

Übrigens 03.11.2009 - 20:55

die "bürgerliche presse" kommentiert das im zuge der berichterstattung als preistreiberei

 http://www.abendblatt.de/hamburg/article1255485/Das-riecht-nach-Spekulation.html

besitzer

innensenator 03.11.2009 - 23:34
besitzer kommen wie innensenatoren gehen, weiter so!
Herzlichsten zum 20ten!
(transpi 'geklaut' vom centro)

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Käse. — Gähn

autsch — dhl-automat

jau! — db-fahrrad