Anmerkung der Moderationsgruppe: Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Text aus einer anderen Quelle, ein Flugblatt, eine Presseerklärung oder eine Stellungnahme einer Gruppe reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia ein umfassendes Infoportal mit Kopien möglichst vieler vermeintlich wichtiger und lesenswerter Texte anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihre eigenen Inhalte bieten. Die strategische Zweitveröffentlichung von Texten gehört nicht zu den Zielen dieses Projektes.
Bitte lest zu diesem Thema auch die Crossposting FAQ.

Nazis formieren sich im Ruhr Lippe Gebiet

Agitation - Recherche - Angriff 04.07.2008 14:06
Im Ruhr Lippe Gebiet ( Soest, Lippstadt, Unna, Sauerland ec.) formieren sich Nazis zur Aktionsgruppe Ruhr Lippe ( www.ag-rl.info)
Dieser Artikel erschien heute in der Westfölischen Rundschau udn spiegelt es im grudne recht gut wieder:

Quelle:  http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/2008/7/3/news-60042694/detail.html


Schmallenberg. In der Neonaziszene sind sie seit vier Jahren Trend: „Autonome Nationalisten”. Um die 30 solche Gruppen und Grüppchen gibt es NRW-weit. Und nicht nur in Großstädten und Ballungsgebieten: Auch im Sauerland organisieren sie sich.

20 Minuten dauert der Spuk. Vermummt mit Halstüchern, Kapuzen, Basecaps und Sonnenbrillen marschieren 20 bis 30 Neonazis samstags durch Schmallenberg, „Nie wieder Israel” und „Nationaler Sozialismus jetzt” grölend. Vor dem Haus eines mutmaßlichen Neonazigegners legt der schwarze Trupp einen Zwischenstopp ein. Auf einem im Internet verbreiteten Video kann er später erfahren, dass er „Namen und Adresse” habe - und darf das durchaus als Drohung verstehen.


Angemeldet war die angebliche „Spontandemonstration” an jenem 17. Mai nicht. Und als die erste Streifenwagenbesatzung auftaucht, verschwinden die Neonazis in alle Himmelsrichtungen. Die örtlichen Rechts-„Autonomen” haben an diesem Tag Unterstützung von außerhalb erhalten. „Gesinnungskameraden” aus den Nachbarkreisen Olpe und Soest sowie aus Unna sind mit von der Partie.

Überraschend ist das nicht: Anfang Mai haben sich Neonazis aus Schmallenberg, Soest, Lippstadt, Holzwickede und Unna zu einer „Aktionsgruppe Ruhr-Lippe” zusammengetan. Ihr im NS-Jargon proklamiertes Ziel: „eine nationalistische und sozialistische Revolution” und eine „Volksgemeinschaft”, die sie „stets revolutionär und antibürgerlich” erreichen wollen. Auf Nebensächlichkeiten wie die Anmeldung von Demonstrationen kann man da verzichten.

Lange Zeit war Schmallenberg fast ein weißer Fleck auf der Landkarte neonazistischer Aktivitäten gewesen. Das änderte sich im vorigen Jahr. Allein für den Zeitraum vom 9. November letzten Jahres bis zum 14. März rechnet der Staatsschutz der Rechtsaußen-Szene dort 29 Vorfälle zu. Das Verteilen von Flugblättern und Flyern gehört dazu, außerdem zahlreiche Farbschmierereien - nicht selten verbunden mit einem Schaden in vierstelliger Höhe. Einem Gastwirt, der es wagte, mit einer Gedenktafel an das Schicksal von Zwangsarbeitern zu erinnern, wurde großflächig „Nestbeschmutzer” an die Hauswand geschmiert.

Die Neonaziaktivitäten sind nicht auf Schmallenberg beschränkt. Gleich nebenan, in Lennestadt, agiert ebenfalls eine Gruppe „Autonomer Nationalisten”. Sie geben sich auf ihrer Homepage militant: Die Startseite „schmückt” ein schwarz Vermummter vor einem brennenden Auto. Um Pfingsten herum wurden auch in Lennestadt massive Schmierereien mit einem Sachschaden von mehreren tausend Euro registriert. Fünf Hausdurchsuchungen in Olpe und Lennestadt waren Mitte Juni die Folge. Beschmiert wurden in Lennestadt auch die gerade erst verlegten „Stolpersteine”, die an das Schicksal ermordeter Juden erinnern. Zufällig ist das nicht.

Zwar sehen „autonome” Neonazis nicht mehr so aus, wie Neonazis vor fünf oder zehn Jahren aussahen. Springerstiefel und Bomberjacken wird man in ihren Kleiderschränken nicht finden, statt dessen Kleidung, wie sie „normale” Jugendliche auch tragen, dazu das schwarze Demo-Outfit. Zwar sind die Zeiten vorbei, als einer der Schmallenberger Neonazis zu „Führers Geburtstag” an einem 20. April mit Hakenkreuzarmbinde durch die Stadt lief.

Die Armbinde ist ab, die alte Ideologie aber immer noch in den Köpfen der Rechts-„Autonomen”. Wenn sie vom „nationalen und sozialistischen Befreiungskampf” träumen, darf man „national und sozialistisch” getrost mit „nationalsozialistisch” übersetzen. Gegen Schwarze hetzten die Schmallenberger Rechts-„Autonomen”: Die Frage sei erlaubt, ob es bei „Negern” nicht eher um „Dressur” statt um „Bildung” gehen müsse.

Auch der antisemitische Ton fehlt nicht: Für die „Aktionsgruppe Ruhr-Lippe” wird das Holocaustmahnmal zum „größten Hundeklo von Berlin”. Und beim Anblick schwarz-rot-goldener Fahnen, die nach Fußball-Erfolgen geschwenkt werden, träumt ein Kamerad aus Unna von Zeiten, „wo anstelle Dieser die Fahne unserer Ahnen wieder wehen wird”. (ao)

____________________________________

Es ist nichtmehr wie früher, wo die Nazis in der unterzahl waren, immer mehr Angriffe auf Andersdenkende durch die NeoFaschisten zeugen von "einer gewissen Stärke", zeit, zu handeln !

So wurd neuerlich ein SPD Gebäude in Holzwickede bearbeitet, Hakenkreuze an jedem Stromkasten udn udn und.


Antifa heißt Angriff!
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen