Basel: "villa rosenau BLEIBT!"
Nachdem die Villa Rosenau laut einem Brief des Basler Tiefbauamtes vom 26. März 2008 Ende Juni polizeilich geräumt werden sollte, gab der Kanton Basel Stadt am 26. Juni bekannt: VILLA ROSENAU BLEIBT!
Die Villa Rosenau ist das letzte besetzte Haus in Basel. Offiziell bereits abgerissen, beherbergt sie Wohnraum für 15 Menschen, bietet politischen Gruppen einen Treffpunkt und ist auch als autonomes Kulturzentrum Veranstaltungsort von Partys, Vorträgen und anderen Veranstaltungen.
Seit 2. September 2004 wird die Villa Rosenau besetzt, also illegal bewohnt. Sie ist das letzte Haus der 1995 wegen Bau der Nordtangente abgerissenen Sozialnotsiedlung Rosenau, auch im Grundbuchamt kommt sie nicht mehr vor. Das Gelände gehört dem ASTRA (Bundesamt für Strassen) welches die Verwaltung dem Tiefbauamt des Kanton Basel-Stadt überlassen hat.
In einem Brief vom 26. März gab das Tiefbauamt bekannt zwecks Autobahnbau eine Ersatzgrünfläche auf der Villa Rosenau erschaffen zu wollen. Ende Juni sollte die polizeiliche Räumung folgen.
Dagegen kündigte sich schnell Widerstand an: Geplant war ein Camp ab dem 27. Juni einzurichten und mit einer Demonstration zu beginnen. Mit vielen Aktionen sollte schließlich die erwartete Räumung am 30. Juni oder 1. Juli verhindert werden. Verschiedene Initiativen erklärten sich solidarisch mit der Villa, so auch die AKUZA.
Mitte Juni schließlich zögerten die zuständigen Behörden. Während sie sich weiter offiziellen Gesprächen verweigerten, ließ Barbara Schneider verlauten, die Villa könne möglicherweise bleiben, wenn die BewohnerInnen für Unkosten aufkommen würden (was von den BewohnerInnen zwar bisher angestrebt wurde, jedoch von der Stadt verhindert...) und eine Abgeltung zahlen würden. Die Höhe dieser Abgeltung war bis dahin unklar. Ob es sich um einen Kaufpreis, eine Miete oder um etwas anderes handeln sollte wurde nicht erklärt, zumal gab es keinerlei schriftliche Erklärung an das Haus selbst. Da die Villa jedoch über kein größeres Kapital verfügt waren Ungewissheit und Sorge die Folge, die Villa wollte deshalb am Konzept des Widerstandes festhalten.
Am 26. Juni schließlich folgte das Einlenken der Stadt. Die Forderungen der Villa wurden grundsätzlich erfüllt, höchstens eine symbolische Miete sei vorstellbar.
Die Demo am 27. Juni fand deswegen nicht wie geplant statt, stattdessen wurde ein Plenum einberufen.
Die Energie der anwesenden AktivistInnen soll aber bestimmt noch genutzt werden, um den gesellschaftlichen Trend umzukehren, zumal auch in Zürich Aktionstage für besetzte Häuser und autonome Zentren stattfinden: Ein Gespenst geht um.
KEIN TAG OHNE AUTONOMES ZENTRUM
Herzlichen Glückwunsch und solidarische Grüße aus Heidelberg
AKUZA
Autonome KUlturZentren Aktion
www.akuza.de.vu
http://rosenau.homelinux.org/index.html
http://villarosenau.twoday.net/
http://switzerland.indymedia.org/demix/2008/04/59457.shtml
Seit 2. September 2004 wird die Villa Rosenau besetzt, also illegal bewohnt. Sie ist das letzte Haus der 1995 wegen Bau der Nordtangente abgerissenen Sozialnotsiedlung Rosenau, auch im Grundbuchamt kommt sie nicht mehr vor. Das Gelände gehört dem ASTRA (Bundesamt für Strassen) welches die Verwaltung dem Tiefbauamt des Kanton Basel-Stadt überlassen hat.
In einem Brief vom 26. März gab das Tiefbauamt bekannt zwecks Autobahnbau eine Ersatzgrünfläche auf der Villa Rosenau erschaffen zu wollen. Ende Juni sollte die polizeiliche Räumung folgen.
Dagegen kündigte sich schnell Widerstand an: Geplant war ein Camp ab dem 27. Juni einzurichten und mit einer Demonstration zu beginnen. Mit vielen Aktionen sollte schließlich die erwartete Räumung am 30. Juni oder 1. Juli verhindert werden. Verschiedene Initiativen erklärten sich solidarisch mit der Villa, so auch die AKUZA.
Mitte Juni schließlich zögerten die zuständigen Behörden. Während sie sich weiter offiziellen Gesprächen verweigerten, ließ Barbara Schneider verlauten, die Villa könne möglicherweise bleiben, wenn die BewohnerInnen für Unkosten aufkommen würden (was von den BewohnerInnen zwar bisher angestrebt wurde, jedoch von der Stadt verhindert...) und eine Abgeltung zahlen würden. Die Höhe dieser Abgeltung war bis dahin unklar. Ob es sich um einen Kaufpreis, eine Miete oder um etwas anderes handeln sollte wurde nicht erklärt, zumal gab es keinerlei schriftliche Erklärung an das Haus selbst. Da die Villa jedoch über kein größeres Kapital verfügt waren Ungewissheit und Sorge die Folge, die Villa wollte deshalb am Konzept des Widerstandes festhalten.
Am 26. Juni schließlich folgte das Einlenken der Stadt. Die Forderungen der Villa wurden grundsätzlich erfüllt, höchstens eine symbolische Miete sei vorstellbar.
Die Demo am 27. Juni fand deswegen nicht wie geplant statt, stattdessen wurde ein Plenum einberufen.
Die Energie der anwesenden AktivistInnen soll aber bestimmt noch genutzt werden, um den gesellschaftlichen Trend umzukehren, zumal auch in Zürich Aktionstage für besetzte Häuser und autonome Zentren stattfinden: Ein Gespenst geht um.
KEIN TAG OHNE AUTONOMES ZENTRUM
Herzlichen Glückwunsch und solidarische Grüße aus Heidelberg
AKUZA
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Ein Clip für den Erhalt der Villa Rosenau
Villa bleibt !
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Na — dann