the revolution will (not) be broadcasted?!
Wie einige von euch vielleicht gehört oder gelesen haben, gabs in der Zeit vom 27.5.-31.5. während der Freiraum-Aktionstage wieder ein Pirat_innenradio in Berlin.
Die Zeit für uns war aufregend, anstrengend, nett und (vor allem) chaotisch. Obwohl die Woche unserem Empfinden nach gut gelaufen ist und wir auch viel positives Feedback bekommen haben, sehen wir noch bezüglich einiger Punkte Verbesserungsbedarf. Mit diesem Text versuchen wir einen Auswertungsprozess in Gang zu setzen um die gemachten Erfahrungen während der Aktionstage für zukünftige Radioprojekte zu nutzen und nutzbar zu machen.
Die Zeit für uns war aufregend, anstrengend, nett und (vor allem) chaotisch. Obwohl die Woche unserem Empfinden nach gut gelaufen ist und wir auch viel positives Feedback bekommen haben, sehen wir noch bezüglich einiger Punkte Verbesserungsbedarf. Mit diesem Text versuchen wir einen Auswertungsprozess in Gang zu setzen um die gemachten Erfahrungen während der Aktionstage für zukünftige Radioprojekte zu nutzen und nutzbar zu machen.
Wir haben diesmal versucht, weniger Musik zu spielen und mehr "Inhalte" zu senden. Das ist sicherlich immer noch ausbaufähig, an einigen Tagen hat es ganz gut geklappt, an anderen weniger. Die Produktion von inhaltlichen Beiträgen ist sehr zeit- und energieaufwendig. Es macht also Sinn schon frühzeitig damit anzufangen. Auch um der Trennung von Konsument_innen und Produzent_innen entgegenzutreten, werden wir in Zukunft mehr Anstrengungen darauf verwenden, Beiträge „von außen“ zu bekommen und in das Programm einzubauen. So können wir hoffentlich in Zukunft Qualität und Vielfältigkeit des Radios verbessern.
Einige Menschen haben kritisiert, das Programm sei zu chaotisch gewesen und "News" und "Updates" hätten öfter wiederholt werden müssen. Wir denken darüber nach, wie eine solche Struktur in Zukunft aussehen könnte und wie sie für die Hörer_innen besser nachvollziehbar werden kann.
Beim nächsten Mal wollen wir zudem das Radio auch im voraus stärker und auf unterschiedliche Weise bewerben, um mehr Menschen auch außerhalb des linksradikalen Spektrums zu erreichen.
Vielleicht besteht mit diesem Medium die Chance, größere Bevölkerungsgruppen über linke / linksradikale Politik zu informieren und diese zu erklären. Uns haben während der Sendezeit einige Leute angerufen, die nur zufällig auf den Sender gestoßen waren und mehr wissen wollten, beispielsweise zu der Besetzung am Michaelkirchplatz.
Trotzdem wollen wir uns auch Gedanken machen, was Radio in dieser Form eigentlich effektiv für politischen Aktivismus bringt: Fest zu halten bleibt, dass dieses Medium öffentlich ist, das heißt die Bullen hören mit. Und es stellen sich mehrere Fragen. Hat auch spontanes, aktionsbezogenes Radio einen Sinn? Kann das Radio Aktionen unterstützen? Funktioniert das nur, wenn viele Menschen mit kleinen Radios unterwegs sind? Oder ist es nur als Informationsmedium für diejenigen, die zu Hause sind von Nutzen?
Wir glauben zumindest, dass durch das Radio die Chance besteht, einfach, schnell und kostenlos Menschen zu mobilisieren. Dies ist zwar nur für halbwegs öffentliche Aktionsformen möglich, über diese kann ein Pirat_innenradio jedoch umfangreicher als andere Kommunikationsmittel viele Menschen informieren.
Wir wollen weiterhin Radio mit radikalen sozialen Bewegungen und linksradikale Politik machen!
Allerdings haben wir natürlich einen verengten Blick, weil die wenigsten Radio-Menschen auch wirklich selbst Radio hören konnten. Deswegen: Schickt uns eure Meinungen! Kritisiert uns! Nur so können wir besser werden.
Wir brauchen eure Ideen. Also, schreibt was das Zeug hält und nehmt kein Blatt vor den Mund:
piradio@puscii.nl
Einen gpg-Key findet ihr im Internet unter: piradio.puscii.nl
1000 Dank, die Radio-Menschen
Einige Menschen haben kritisiert, das Programm sei zu chaotisch gewesen und "News" und "Updates" hätten öfter wiederholt werden müssen. Wir denken darüber nach, wie eine solche Struktur in Zukunft aussehen könnte und wie sie für die Hörer_innen besser nachvollziehbar werden kann.
Beim nächsten Mal wollen wir zudem das Radio auch im voraus stärker und auf unterschiedliche Weise bewerben, um mehr Menschen auch außerhalb des linksradikalen Spektrums zu erreichen.
Vielleicht besteht mit diesem Medium die Chance, größere Bevölkerungsgruppen über linke / linksradikale Politik zu informieren und diese zu erklären. Uns haben während der Sendezeit einige Leute angerufen, die nur zufällig auf den Sender gestoßen waren und mehr wissen wollten, beispielsweise zu der Besetzung am Michaelkirchplatz.
Trotzdem wollen wir uns auch Gedanken machen, was Radio in dieser Form eigentlich effektiv für politischen Aktivismus bringt: Fest zu halten bleibt, dass dieses Medium öffentlich ist, das heißt die Bullen hören mit. Und es stellen sich mehrere Fragen. Hat auch spontanes, aktionsbezogenes Radio einen Sinn? Kann das Radio Aktionen unterstützen? Funktioniert das nur, wenn viele Menschen mit kleinen Radios unterwegs sind? Oder ist es nur als Informationsmedium für diejenigen, die zu Hause sind von Nutzen?
Wir glauben zumindest, dass durch das Radio die Chance besteht, einfach, schnell und kostenlos Menschen zu mobilisieren. Dies ist zwar nur für halbwegs öffentliche Aktionsformen möglich, über diese kann ein Pirat_innenradio jedoch umfangreicher als andere Kommunikationsmittel viele Menschen informieren.
Wir wollen weiterhin Radio mit radikalen sozialen Bewegungen und linksradikale Politik machen!
Allerdings haben wir natürlich einen verengten Blick, weil die wenigsten Radio-Menschen auch wirklich selbst Radio hören konnten. Deswegen: Schickt uns eure Meinungen! Kritisiert uns! Nur so können wir besser werden.
Wir brauchen eure Ideen. Also, schreibt was das Zeug hält und nehmt kein Blatt vor den Mund:
piradio@puscii.nl Einen gpg-Key findet ihr im Internet unter: piradio.puscii.nl
1000 Dank, die Radio-Menschen
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Ergänzungen
Verbesserungsvorschläge?!
erstmal viele grüsse von weiter weg
wirklich gut. schöne musikauswahl !
hier meine kritik: mehr infos, mehr newsticker...
ist klar, dass man nur gesicherte infos sendet und nicht jedes gerücht.
ein paar infos über den kiez hinaus wären klasse gewesen.
wie siehts denn im rest von berlin aus, wie sind die mietentwicklungen, welche tendenzen
gibt es in anderen vierteln, was kriegen investoren nicht schnell klein, etc..
und zum schluss: mit anderen freien radios vernetzen wäre cool (hamburg, nürnberg, freiburg, etc..)
tausend dank für eine schöne zeit mit gutem
eigtl müssten euch alle anderen radios dafür mit geschenken überhäufen und sich tipps bei euch abholn
was ihr auf die beine gestellt habt verdient echt fettesten respekt
eine bitte: geht wieder on!!!
ohne euch macht das leben weniger sinn
nochmal:
die zeit mit euerm radio war wunderschön, ihr seid der mega-hammer
rock on!
ohne euch
wba.blogsport.de
als öffentliches Medium begreifen!
Ein illegales, fast stadtweit empfangbares Radio wäre eigentlich das ideale Medium für eine linke Szene, um über den eigenen Dunstkreis hinauszutreten. perspektivisch: für eine revolutionäre Bewegung, ihre Ziele gesellschaftlich zu verbreiten.
Die Reaktion meiner Fahrgäste ging von "was ist denn das; dürfen die das?" bis hin zu. " thematisch interessant, aber unprofessionell."
Meine Erklärungen über den Sinn der Aktionstage fanden immer interessierte Ohren bis auf eine Ausnahme, die den (in Moabit arg gestörten) Empfang sich verbat. Es ist ja auch der Spannungseffekt, was Verbotenes mit zu bekommen, wie versehentliches Abhören von Polizeifunk, nur halt auf unserer Seite. Das sollte gezielt genutzt werden!
In Bezug auf die Aktionstage fand ich die Berichterstattung recht aktuell, auch telefon. Kontakt war möglich. Von der Besetzung am Michaelkirchplatz habe ich selber erst auf diesem Weg erfahren. Die Musik war abends und nachts szenetypisch gut abgewogen. ABER: eben auch nur so!
Bei den tatsächlichen Freiraumzeiten jedoch, vormittags und an frühen Nachmittagen, wo ein Publikum mit anderem kulturellen Tagesrhythmus hätte erreicht wewrden können, dominierten absolute Spezialinteressen. Sicher, Musik von KH Stockhausen oder Freejazz läuft nicht oft im Radio. Es ist nicht kommerziell genug. Dennoch wäre es möglich, auf Radio Kultur aoder im Deutschlandfunk entsprechende Nischen zu etablieren, so es sie nicht sogar noch gibt.
Aus politischen Gründen finde ich es aber wichtiger, mit einer Mischung aus gutem Mainstream und Musik mit linksorientierten Texten eine Art "Vollprogramm" zu machen, wo jedoch die Nachrichten und Beiträge aus einer nicht pöbelnen oder fremdwortlastigen, aber doch schonungslos herrschaftskritischen Sicht gestaltet werden. Revolutionäres Radio für alle !! So etwas kann aufwändig redaktionell vorbereitet , aber ggf. auch spontan versucht werden, wenn mensch mit anderem Kopf heran geht.
Diese Chance wurde zugunsten einer gewissen Szene- Selbstgefälligkeit vertan.
Der Sendeabbruch am Samstagabend kam sehr unvermittelt, ich fürchtete schon um die Sendetechnik...
Rübezahl
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
kleine ergänzung — egal
asda — tgsa