NRW GDL wütend: "unbefristeter Streik!"
GDL-Streik rollt. Nordrheinwestfälische GDL fordert unbefristeten Streik. Ab heute nacht geht nix mehr im Personenverkehr. S-Bahn-Streik Berlin wird total. Funkstille bei der Linksfraktion.
Die drei "längsten Tage" der deutschen Streikgeschichte haben heute um 12 Uhr begonnen. Die Lokführergewerkschaft GDL startet mit der Lahmlegung des Bahn-Güterverkehrs. Wenn die GDL diese Tarifauseinandersetzung gewinnt, wird die Bereitschaft aller Lohnabhängigen sich gegen die Angriffe des Kapitals zu wehren größer.
Der bundesweite Streik soll 62 Stunden im Güterverkehr dauern. Von Donnerstagfrüh 2.00 Uhr an will die GDL zudem den Personenverkehr für 48 Stunden bestreiken. Mit dem massivsten Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn will die GDL den Druck im laufenden Tarifkonflikt erhöhen.
Durch den Bahnstreik in Frankreich werden sich die Folgen noch verschärfen. Es wird mit einem mehrtätigen Rückstau an der Grenze in beiden Richtungen bis ins Wochenende hinein gerechnet.
In zahlreichen Städten sind Soliaktionen geplant. Von der Linkspartei im Bundestag ist aber bis jetzt keine klare Parteinahme für oder gegen den Streik vernehmbar.
Der nordrhein-westfälische GDL-Vorsitzende Frank Schmidt fordert inzwischen den unbefristeten Streik zu erklären: "Dieses Hin und Her kann man den Menschen und unseren Mitgliedern nicht länger glaubhaft erklären", nach vier Monaten ergebnisloser Verhandlungen sei ein unbefristeter Ausstand gerechtfertigt.
Die Stimmung in der Berliner S-Bahn GDL deutet darauf hin, dass der Streik den S-Bahnverkehr komplett lahm legen wird.
In den nächsten Stunden wird sich zeigen, wer sich aktiv solidarisch verhält. Berliner solis zum Beispiel versammeln sich ab morgen früh an den zentralen S-Bahnhöfen.
Der bundesweite Streik soll 62 Stunden im Güterverkehr dauern. Von Donnerstagfrüh 2.00 Uhr an will die GDL zudem den Personenverkehr für 48 Stunden bestreiken. Mit dem massivsten Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn will die GDL den Druck im laufenden Tarifkonflikt erhöhen.
Durch den Bahnstreik in Frankreich werden sich die Folgen noch verschärfen. Es wird mit einem mehrtätigen Rückstau an der Grenze in beiden Richtungen bis ins Wochenende hinein gerechnet.
In zahlreichen Städten sind Soliaktionen geplant. Von der Linkspartei im Bundestag ist aber bis jetzt keine klare Parteinahme für oder gegen den Streik vernehmbar.
Der nordrhein-westfälische GDL-Vorsitzende Frank Schmidt fordert inzwischen den unbefristeten Streik zu erklären: "Dieses Hin und Her kann man den Menschen und unseren Mitgliedern nicht länger glaubhaft erklären", nach vier Monaten ergebnisloser Verhandlungen sei ein unbefristeter Ausstand gerechtfertigt.
Die Stimmung in der Berliner S-Bahn GDL deutet darauf hin, dass der Streik den S-Bahnverkehr komplett lahm legen wird.
In den nächsten Stunden wird sich zeigen, wer sich aktiv solidarisch verhält. Berliner solis zum Beispiel versammeln sich ab morgen früh an den zentralen S-Bahnhöfen.
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Ergänzungen
Was ging ab beim letzten Lokführerstreik?
Düsseldorf HBF: Solidaritätsflugblatt
GDL-Streik Lackmustest für "die Linke"
SPD-ler: Einschränkung des Streikrechts kommt
no content
kapitalistische herrschaftsgestaendnis
Streiks der GDL
GDL will offenbar das ganze Land tagelang lahmlegen
Überspringen: GDL will offenbar das ganze Land tagelang lahmlegen
DB-Vorstand: Deutsche Bahn lässt sich nicht erpressen
Der Vorstand der Deutschen Bahn AG hat heute in einer turnusmäßigen Sitzung erneut intensiv über den Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) beraten. Einstimmig kam der Vorstand zu dem Urteil: „Der Vorstand der DB AG lässt sich nicht von einer kleinen Minderheit der Beschäftigten erpressen.“ Der DB-Vorstand ist jederzeit bereit, auf der Basis des Moderatorenergebnisses zu verhandeln. Der Moderatoren-Vorschlag beinhaltet ausdrücklich eigenständige Tarifregelungen für Lokführer. GDL-Chef Manfred Schell hat auch heute wieder erklärt, auf Grundlage des Moderationsergebnisses zu Verhandlungen bereit zu sein. DB-Vorstand: „Herr Schell muss seinen wiederholten Ankündigungen endlich auch einmal Taten folgen lassen.“ Der DB-Vorstand machte zugleich deutlich, dass er nicht auf Ultimaten reagiert.
Auch werde der Vorstand nicht eine Spaltung der Belegschaft in Mitarbeiter erster und zweiter Klasse zulassen und die Tarifeinheit verteidigen. Welche Gefahren für den Wirtschaftsstandort Deutschland drohen, zeigt gerade die unverhältnismäßige Streikankündigung der GDL. Offenbar wollen die GDL-Funktionäre für den eigenen Machtanspruch das ganze Land tagelang lahmlegen.
Der DB-Vorstand weist die permanente Behauptung von GDL-Chef Schell, ein Lokführer bei der DB würde im Durchschnitt 1.500 Euro pro Monat verdienen, als „Ammenmärchen“ zurück. Fakt ist: Das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen eines Lokführers beträgt 33.000 Euro. Bei einer Lohnsteigerung von bis zu 10 Prozent könnte dieses Einkommen signifikant erhöht werden. Unakzeptabel ist, dass die GDL bei Wettbewerbern Lohnerhöhungen von zwei Prozent und Mehrarbeit vereinbart hat. Und das bei Löhnen, die ohnehin schon bis zu 25 Prozent unter denen der DB liegen. Die GDL will offenbar die Wettbewerbsfähigkeit der DB beschädigen.
von der offiziellen DB-Homepage unter dem BlogTitel: Die GDL will das ganze Land lahm legen.
Solidaritätserklärung der NRW Linken
DIE LINKE. NRW erklärt ihre Solidarität mit den streikenden Lokführern
und ruft ihre Mitglieder zur Unterstützung der Lokführer in ihrem Kampf
für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen auf. Die Forderungen der
Lokführer sind angesichts von mehr als 10 % Reallohnverlust in den letzen
6 Jahren bei gleichzeitiger Mehrarbeit absolut berechtigt.
Die skandalösen Gerichtsurteile mit Streikverbot und Streikeinschränkung
sind auf das Schärfste zu verurteilen. Die erfolgten fristlosen
Entlassungen und weiteren arbeitsrechtlichen Maßnahmen gegen Lokführer müssen
zurückgenommen werden. Die Angriffe auf streikende Lokführer sind ein
Affront gegen alle Beschäftigten und ihre Gewerkschaften. DIE LINKE. NRW fordert die volle Wiederherstellung des Streikrechts.
Die Privatisierung der Bahn ist sofort zu stoppen, eingeleitete Schritte
sind rückgängig zu machen. Wir betrachten den konfrontativen Kurs des
Bahn-Managements gegen die Lokführer als Versuch die Bahn möglichst billig
und lukrativ für private Investoren zu machen.
Eine Niederlage der Lokführer würde einen weiteren Dammbruch der
Verteidigung sozialer Errungenschaften in Deutschland bedeuten; ein Erfolg kann
hier eine Trendwende einleiten und auch den Privatisierungskurs bremsen. Im
Rahmen konkreter Unterstützung des Streikes treten wir für die Perspektive
des gemeinsamen Kampfes aller Bahnbeschäftigten mit dem Ziel eines
gemeinsamen Tarifvertrages ein.
Aufruf von GewerkschafterInnen (DGB)
Aufruf von DGB-Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern
Die Forderungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) – der Kolleginnen und Kollegen in den Triebfahrzeugen und beim Zugbegleitpersonal – sind berechtigt. Die Bahnbelegschaft wurde im Zeitraum 1994 bis 2006 halbiert. Es gibt deutliche Reallohnverluste. Die Arbeitsbedingungen haben sich drastisch verschlechtert. Gleichzeitig hat sich der Konzerngewinn der Deutschen Bahn AG 2005-2007 verdreifacht.
Das Management genehmigte sich eine Versechsfachung der Bezüge (H. Mehdorn: 3 Mio Euro, M. Suckale: 1,7 Mio Euro, jeweils 2007). Der Abbau des Schienenverkehrs im Inland wird begleitet von einer Expansion der DB AG in den Bereichen Flugverkehr, Logistik und Lkw-Branche im Ausland.
Wir sagen JA zur Gegenwehr - Der Streik ist berechtigt!
Die GDL streikt für eine Rücknahme massiver Verschlechterungen der Arbeitssituation von Bahnbeschäftigten in den letzten Jahren. Dafür, dass sie ihre Pflicht tut und die Interessen ihrer Mitglieder verteidigt, soll sie plattgemacht werden. Das Bahnmanagement und der Bund als Eigentümer der Bahn wollen ein Exempel statuieren. Eine Niederlage der GDL würde Tür und Tor öffnen für einen Angriff auf alle Gewerkschaften und auf erkämpfte elementare gewerkschaftliche Rechte.
Wir sagen NEIN zur gewerkschaftsfeindlichen Politik von Bahnmanagement und Bundesregierung!
Es geht auch um die exemplarische Durchsetzung der neoliberalen Privatisierungspolitik. Zwei Drittel der Bevölkerung wollen eine Bahn in öffentlichem Eigentum. Mehr als zwei Drittel der Bundestagsabgeordneten wollen die Bahn, die sich seit 100 Jahren in öffentlichem Eigentum befindet, an private „Investoren“ verkaufen.
Wir sagen NEIN zur Privatisierung der Bahn! Wir sagen JA zum Erhalt von Daseinsvorsorge!
Das Bahnmanagement versucht, stellvertretend für alle Unternehmer und in enger Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, das Streikrecht in Deutschland auszuhebeln. Lokalen Arbeitsgerichten soll es gestattet sein, deutschlandweit Streiks zu untersagen. Die Begründung „Streiks schaden der Wirtschaft“ führt letztendlich zum Verbot aller Streiks. Arbeitsniederlegungen machen nur Sinn, wenn sie „der Wirtschaft“ schaden. Die Proteste der DGB-Gewerkschaften gegen diesen ungeheuerlichen Vorgang waren verhalten. Die Rücknahme der Beschränkung des Streikrechts durch das Landesarbeitsgericht in Chemnitz war ein Erfolg. Trotzdem ist in diesem Punkt keine Entwarnung angesagt.
Wir sagen JA zur Solidarität unter allen Lohnabhängigen und Ausgegrenzten! JA zur gemeinsamen Interessensvertretung durch alle Gewerkschaften!
Nicht der, der kämpft, spaltet! Ein gemeinsamer Arbeitskampf könnte schnell gewonnen werden, wenn die anderen Bahngewerkschaften sich dem Kampf anschließen. Wir fordern unsere Gewerkschaften auf, die streikenden Lokführer zu unterstützen und aktive Solidarität zu organisieren. Der Angriff der Arbeitgeber muss gemeinsam abgewehrt, das Streikrecht verteidigt werden!
Wir fordern: Solidarität ALLER Gewerkschaften mit dem Bahn-Streik!
Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:
10.11.2007
Tom Adler, IG Metall, Betriebsrat Daimler AG, Stuttgart
Hüseyin Akyurt, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH Fabrik Berlin, Betriebsrat
Carsten Becker, Personalrat Charité, Berlin
Rolf Becker, ver.di FB 8, Ortsvereinsvorstand Hamburg
Markus Dahms, Betriebsrat und Vertrauenskörperleiter Nokia Siemens Networks, IG Metall Berlin
Lothar Degen, ver.di FB 8, Ortsvereinsvorstand Hamburg
Mustafa Efe, Mitglied des Betriebsrats Daimler AG, Werk Berlin
Manfred Engelhardt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Personalräte der Studentenwerke aus NRW
Volker Gernhardt, Betriebsrat Vivantes GmbH, Sprecher der Vertrauensleute von ver.di am Klinikum Berlin-Neukölln
Thies Gleiss, IG Metall und Betriebsrat, Köln
Johannes Hauber, Betriebsratsvorsitzender Bombardier Transportation Mannheim
Reiner Hofmann, IG Metall Betriebsrat Porsche AG, Stuttgart
Inge Höger, MdB, ver.di, Herford
Hans Köbrich, Vertrauenskörperleiter BMW Berlin; Mitglied Ortsvorstand IG Metall Berlin
Lothar Nätebusch, IG Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Berlin, Vorsitzender
Lucy Redler, ver.di, Berlin
Pedram Shahyar, Mitglied Koordinierungskreis attac, Berlin
Nicolai Sommer, ver.di Hamburg
Eckart Spoo, ver.di, Herausgeber von „Ossietzky“
Thomas Thielemann, ver.di, Betriebsrat Gruner und Jahr Verlag, Hamburg
Mag Wompel, LabourNet Germany, Bochum
Winfried Wolf, Bahnfachleutegruppe "Bürgerbahn statt Börsenbahn (BsB)“, ver.di, Wilhelmshorst
Siehe auch:
Liebe Kollegen und Kolleginnen,
Streik der Lokführer.
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Solidarische Grüße!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
aktiv solidarisch
das kann auch heißen: fahrgemeinschaft. denn die lokfühere(-Innen?) haben keinen zwist mit uns. sie tun das was gut und richtig ist, aber weil die bahn ein wichtiger bestandteil des öpnv ist, sind eben auch menschen betroffen die für die misere nix können. und wenn dort - und daß springer sich die gelegenheit nicht entgehen läßt um gegen das gewerkschafts"unwesen" an sich zu hetzen dürfte klar sein - eine entsolidarisierung stattfindet, dann ist einer der mächtigsten streiks im land in den letzten jahren (wenn nicht jahrzehnten) ein böser schuß in den ofen.
also: die mitfahrzentrale bist du, bürger! sorgt dafür, daß der streik diejenigen mit macht trifft, die er treffen soll! helft euch gegenseitig, um die folgen für unbeteiligte abzumildern.
(und die gelegenheit für eine diskussion über die aktuelle politische entwicklung in diesem unserem lande kriegt mensch beim mitnehmen von bahnlosen pendlerInnen obendrein)
in berlin (oder münchen?) wurde mal, beim kundenstreik gegen die preispolitik der verkehrsbetriebe, das ganze auf ein spontan selbstorganisiertes system gestellt, mit plaketten die mensch sich hinter die windschutzscheibe klemmen konnte etc. hat wohl gut funktioniert.
LInksfraktion
Aber gut, bevor du etwas von Funkstille schreibst, solltest du erstmal lesen was die Linksfraktion schreibt, z.B. die im EP:
"Solidarität mit den Streikenden bei der Deutschen Bahn!"
denn...
was auch in einem gewissen umfang stimmt: die unsinnige just-in-time-doktrin, die eine exzellente logistik als unerschütterliches naturgesetz und lagerhaltung als unnnötig ansieht, wird jeder firma die auf sie gesetzt hat in den nächsten tagen ganz übel die bilanzen verhageln: "alle räder stehen still..."
aber nichtsdestotrotz ist es nicht die gdl, die uns den "aufschwung" klaut - es ist die realität, nichts mehr und nichts weniger.
wenn es den "aufschwung" überhaupt irgendwo anders gegeben hat als in den gestörten hirnen von merkel und steinbrück und den brieftaschen einiger aufsichtsräte. bei mir ist jedenfalls noch nichts von der neuen deutschen prosperität angekommen...
Solidarität?
... und in den letzten Jahren hat sich gezeigt, wieviele unterbezahlte LokführerInnen, wieviele Gebüren zahlende Studis, wieviele pensionsgekürzte BeamtInnen und Angestellte des Öffentlichen Dienstes, wieviele Post- und Telekomm-Beschäftigte, nein, BEDIENSTETE, ... sich solidarisch zeigten mit den von HartzIV betroffenen Erwerbslosen. (Ein Gesetz, was man - sogar relativ spielend leicht - hätte verhindern KÖNNEN, wenn es denn sowas wie "Solidarität" gegeben hätte!!!)
MEINEN GANZ AUFRICHTIGEN DANK - z.B.!!! - AN DIE GDL !!! ... Die sich im Kampf für Gerechtigkeit schon IMMER besonders stark engagiert hat! Auch DGB, Ver.di und all den anderen Gewerkschaften: ........ "DANKE" für HartzIV!
Man darf Solidarität nicht nur einFORDERN, nicht nur ÜBEN, man muss sie AUSüben !!!!