Pogromstimmung in Jena Teil 1

antifa 04.03.2004 18:09 Themen: Antifa
In Jena herrscht derzeit regelrechte Pogromstimmung, da in Jena zwei AsylbewerberInnenheime gebaut werden sollen. Ein Sprecher einer rassistischen "Bürgerinitiative" gegen die Heime kündigte bereits Anschläge an, sollte das Heim in Jena-Lobeda erbaut werden. Zur Stadtratssitzung am 03. März ging der deutsche Mob Hand in Hand gegen das Heim vor...
Es ist unfassbar, was in Thüringen derzeit passiert. In Gera wird ein Mensch von Nazis hingerichtet und die Polizei und Presse weiß nichts besseres, als die Tat herunterzuspielen bzw. zu relativieren. In Jena herrscht derzeit regelrechte Pogromstimmung, da in Jena zwei AsylbewerberInnenheime gebaut werden sollen. Ein Sprecher einer rassistischen "Bürgerinitiative" gegen die Heime kündigte bereits Anschläge an, und zwar nicht nur von Seiten der Rechtsextremen(!), sollte das Heim in Jena-Lobeda erbaut werden. Ein Kindergarten in Jena, der als Objekt in Frage kommen würde, wurde bereits angezündet und brannte nieder. Auch in der Nähe von Gera wurde Anfang letzten Jahres ein AsylbewerberInnenheim Ziel eines rassistischen Brandanschlags.
Zur Stadtratssitzung am 03. März in Jena ging der deutsche Mob Hand in Hand gegen das Heim vor. So wurden Parolen wie "Wir wollen keine Asylantenheime" und "BRD heißt das System, morgen wird es untergehen" nicht nur von Nazis skandiert. Die Nazis kamen aus Weimar, Erfurt und dem Umfeld der Jenaischen Straße 25 in Jena-Lobeda.
Antifa-Gruppen aus Jena zeigten sich nicht, sie hatten wohl besseres vor?! Lediglich wenige AntifaschistInnen aus Ostthüringen und die Junge Gemeinde Jena stellte sich dem rassistischen Mob in den Weg und verhinderte, dass diese der Stadtratssitzung beiwohnen konnten.
Es ist allerhöchste Zeit, dem rassistischen Mob in Jena Einhalt zu gebieten und eine weitere Eskalation zu verhindern.

Lobedaer geraten zwischen die rechten und linken Fronten
Ostthüringer Zeitung (03.03.2004)

Lautstarke Proteste vor Rathaus / Stadtrat beschließt wie erwartet Von OTZ-Redakteur Lutz Prager Jena. Der Stadtrat hat gestern Abend der Firma Gesellschaft für Soziale Dienste Freiberg mbH (Geso) den Zuschlag für die Unterbringung von Asylbewerbern erteilt. Damit folgte das Gremium der Empfehlung des OB und des Sozialausschusses.
Die Geso wird die von der Stadt bereits im Herbst 2003 in der Ausschreibung zur Verfügung gestellten Gebäude in der Carolinenstraße in Lobeda-Ost und in Löbstedt nutzen. In Löbstedt sollen ausschließlich Kontingentflüchtlinge, Juden aus Russland, Unterschlupf finden. Insgesamt muss die Stadt bis zu 160 Menschen aufnehmen. Gerechnet wird aber mit einer tatsächlichen Zahl von unter 100.
Eine halbe Stunde vor Beginn der Stadtratssitzung um 17 Uhr hatte sich vor dem Rathaus lautstarker Protest formiert. Jeweils abgeschirmt von Polizei standen sich Neonazis und Antifa-Gruppen gegenüber, die sich lautstark beschimpften. Allerdings waren die Neonazis mit rund 30 Personen gegenüber zirka 80 Linken deutlich in der Unterzahl. Zwischen die Fronten geriet dabei die Lobedaer Bürgerinitiative, die sich gegen die Unterbringung von Asylbewerbern in einem ehemaligen Kindergarten in Lobeda-Ost gegründet hat. Die Bürger, die sich nach eigenen Worten nicht in einen Topf mit den Neonazis werfen lassen wollen, gerieten zum Teil in heftige Wortgefechte mit den linken Demonstranten. Als eine der jungen Protestlerinnen der Ehefrau eines FDP-Stadtrates ihr Plakat entriss, kam es sogar zu einer kurzen körperlichen Rangelei. OB Peter Röhlinger versuchte, in Gesprächen mit den Bürgern zu schlichten. Die Stadt habe mit der Einrichtung der Asylunterkunft in ihrem Stadtteil keine politische Entscheidung getroffen, sondern nach Gesetz gehandelt. Ein 40-Jähriger Bewohner aus dem Musäusring befürchtet, dass mit dem Asylbewerberheim Auseinandersetzungen zwischen Rechts und Links künftig vor seiner Haustür stattfinden und außer Kontrolle geraten. "Wir sind keine Nazis, wir wollen nur unsere Ruhe", beteuerte er.
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Ergänzungen

Dress-Code

Staufi 04.03.2004 - 21:26
Der von den Nazis geklaute Autonomen-Look wird sich ohnehin nicht durchsetzen. Einige Nazi-Spaßvögel bilden sich seit geraumer Zeit ein, dass nur weil in der Linken das Palituch seltener wird, sie nun als super-harte Autonome durch die Gegend laufen können. Ist doch nur ne Tour, Leute!
Es gibt ebensoviele Linke, die HOOLIGAN, LONSDALE, FRED-PERRY, PIT-BULL usw. Klamotten tragen.
Selbst Marken wie Lonsdale oder Fred Perry veranstalteten unlängst antirassistische Festivals, um ein Zeichen gegen Nazis zu setzen.
Also, liebe Neo-Nazis - entweder ihr zieht euch Trachten, SA-Uniformen, oder sonstiges Deppen-Outfit an, oder ihr geht nackt...
Was anderes steht euch nämlich nicht und ist sowieso kopiert.
Nazis kopieren, kopieren und kopieren was das Zeug hält.
Woher kamen denn die ersten Skinheads. Wer trug denn als erstes den Skinhead-Style, he? Richtig - ANTIRASSISTEN!
Nazis sind einfach nur ober-erbärmliche stiefelleckende Hackfressen(schaut euch die Photos an, scheiße...), die sich immer den einfachsten Weg,vor allem in Style und Denksport, suchen.
NAZIS DEN POPPO VERSOHLEN!

Nicht so!!!!!!!

Zuschauer 04.03.2004 - 21:59
Ihr lügt was das Zeug hält! Keiner der Bürgerinititive hat Anschläge angekündigt lediglich die Angst vor diesen in Ihrem unmittelbaren Wohnumfeld bekundet! Und es wurde auch kein Kindergarten abgebrannt, es gab ledeglich ein kleines Feuer das Bauarbeiter mit den Schuhen austreten konnten! LÜGNER!!!!!!

hohl bleibt hohl

helmut kohl 05.03.2004 - 09:28
es ist ein witz, oder? in ostdeutschland gibt es statistisch 1,8 % migranten in der bevölkerung und das ist verdammt wenig. im westen sind es ca 9 %. es ist schlicht weg dumm, wenn hier menschen behaupten, dass ihre ohnehin nicht verhandenen arbeitsplätze im osten von ausländern weggenommen würden. ausländer nehgmen deutschen im osten wohnungen weg. lachhaft. im osten stehen ca 1 millionen wohnugen leer. also bitte und das ausländer sich frech im öffentlichen raum benehmen würden? ja wo sind denn bitte schön ausländer im öffenzlichen raum zu sehen? in öffentlichen raum in ostdeutschland? wohl blind!

es gibt im osten der republik kaum ausländer und so gehen jungnazis in meklemburg vorpommern jedes jahr , zur sommer zeit, mangels ausländer, westdeutsche klatschen und zertrümmern die auto von westdeutschen touristen.

wenn die teilnehmer dieser demo, wie auf den bildern zu sehen und an ihren protestschildern klar als teilnehmer zu erkennen, nicht für die bürgerinsitiative stehhen, dann weiss ich auch nicht , warum es hier leuzte gibt, die bestreiten, das es sich bei dieser bürgerinitiative um faschos handelt. wieder nur bilind oder einfach igorant, oder beides?

infos zu nazidemos und gegenaktivitäten sind bei  http://www.antifa.de und  http://www.rechter-rand.de zu finden.

nazis haben auch nichts mit arbeitslosigkeit zu tun. wenn das so wäre , warum gibt es dann auch nazis in gehobenen bürgerlichen schichten? gerade hools haben mehrheitlich einen arbeitsplatz und gehören der mittelschicht an.wenn fascho jugendliche gefrustet wären und keine perspektiven sehen und arbeitslos sind und was weiss ich noch alles, dann wäre es logisch, sie laufen in die nächste ladenpassage und schmashen die scheiben von edelläden und nicht die von flüchtlingsheimen.
infos über nazis im medialen diskurs und in politik unter  http://www.uni-duisburg.de/diss

@fred

xy 05.03.2004 - 11:04
Die Frau gehörte nicht zu den Nazis, sondern lieferte sich ein Wortgefecht.

Ne kleine Frage

manuela 05.03.2004 - 17:40
Wo ich grad den wandelnden Brechreiz Wohlleben sehe, mal ne Frage:
Was ist eigentlich mit all seinen Internetseiten?

bin nicht aus jena

aber kenn mich dort aus 05.03.2004 - 17:49
leute, macht mal werbung für gegenaktionen in jena.
kassa, rose, oj, selbst an der uni könntet ihr viele leute mobilisieren.

dass die deppen in lobeda mächtig am start sind, is ja bekannt.
hab auch schon fast auf die fresse bekommen.

noch ein hinweis auf nen satz aus der zeitung:
"Insgesamt MUSS die Stadt bis zu 160 Menschen aufnehmen."
so viel zu medien.

Ralles Internetseiten

Presse 06.03.2004 - 18:58
@manuela

Ralles Internetseiten sind unter

 http://www.nationale-solidaritaet.de/nwj/
 http://www.nationale-solidaritaet.de/jenaische/

zu erreichen. Er zieht höchstwahrscheinlich mit seinen Domains jenaische-str.de und n-w-j.de um. Zu erwänen ist auch das n-w-j nicht hundrtprozentig besitzt.

Wegboxen

Hooligan 06.03.2004 - 21:44
Zu dem Autonomenlook findet sich ein interessanter Artikel auf der Naziseite der Magdeburger Festungsstadt.com . Titel: "Schwarze Fahnen statt schwarzer Block.

Zum Thema Klamotten: Lonsdale hat gerade eine Kampagne mit dem Untertitel "Lonsdale - We love all colors" gegen Rechts losgetreten.

Und zum leidigen Thema Neonazis. Oftmals ist der Respekt den die FAschos vor organisierten "Fussballfans" haben enorm groß. Gerade im Osten von Deutschland entwickelt sich eine immer zunehmendere "antirassistische" Ultra/Hooligan-Bewegung, die zumeist jedoch von linken Zusammenhängen ausgeschlossen sind (So ist es jedenfalls bei uns). Vielleicht sollte Mensch versuchen dieses Potential zu nutzen um somit den Nazis die Straße streitig zu machen.


Politik gehört NICHT ins Stadion, somit ist unser auftreten im Stadion soweit unpolitisch - was uns nicht davon abhält gegen Rassismus einzuschreiten.
www.horda-azzuro.de ultra aus JENA

Selbstdarsteller Kaiser

a.n.a. 31.12.2006 - 14:37
Hetzjagd von Nazis auf alternative Jugendliche
Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 21:06
Am Abend des 4. Dezember hetzte eine Gruppe von etwa 15-20 bisher unbekannten Nazis zwei dem alternativen Spektrum zugehörige Jugendliche durch das Südviertel (Nähe Westbahnhof: Otto-Schott-Straße, Magdelstieg, Mittelstraße, Jansonstraße) in Jena. Der Angriff erfolgte offensichtlich sehr gezielt und koordiniert, wobei drei ältere Nazis der Gruppe über Handy Anweisungen gaben.

Ganz klar, dass einer der "älteren Nazis" Selbstdarsteller Kaiser war. Er ist ja bekannt dafür, dass er Kameradschaften aufhetzt und sich dann dezent im Hintergrund hält. Mittlerweile läßt er ja jeden wegschlagen, der nicht seiner Meinung ist.

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nette bilder!!!!

autonomer antifa 04.03.2004 - 19:36
is mal wieda schön zu sehen das es doch noch "richtige" nazis gibt! die och danach aussehen! rihctig schön zum .....!!!!!!!!!!! keinen tolerants dem nazipack!

och, wat süß!

a.g.r.o. 04.03.2004 - 20:50
mit denen würden wir uns gerne mal etwas genauer unterhalten.

KRASS

paul 05.03.2004 - 00:37
der Spruch "mein freund ist aus leder" hat bei mir - auch wenn er hoffentlich anders gemeint war - eine ziemlich heftige assoziation ausgelöst.
Ich sag nur "lampenschirme"...

@Zuschauer..Nicht so!!!!

plz 05.03.2004 - 01:19
zitat: "es gab ledglich ein kleines Feuer ,das Bauarbeiter mit den Schuhen austreten konnten"

also hat der Mob nur ein kleines Feuerchen angezündet..
wie beruhigend!?

rechte Tendenzen bekämpfen!
Überall!

...

peter_:p 05.03.2004 - 01:30
danke für die guten fotos!
sehr hilfreich!

Verlinkung

Skeptiker 05.03.2004 - 02:21
Der Link funzt leider nicht "  http://www.antifaoffensive2004.de "
Berichtigung ?
Ansonsten wie immer :Rassismus ist keine Meinung sondern Verbrechen !!

Was stimmt hier nicht???

fred 05.03.2004 - 02:26
bei allem guten willen. warum ist die ein junbge (oder etwas angealterte) frau unkenntlich gemacht???? da haut doch was mit dem fotografen was nicht hin, der so nahe bei nazis stehen kann.

@plz

Zuschauer 05.03.2004 - 06:12
Hier geht es mir um die Form der Berichterstatung, wenn man dies überhaupt noch so nennen kann. Es sind derart viele Unwahrheiten in dem Text das er nicht im geringsten zur Aufklärung beiträgt! Nein im Gegenteil hier stellt der Autor sich auf ganz dünnes Eis! Wie soll ein Interresierter das ganze noch für voll nehmen? Wenn er weiss wie es wirklich war und ist! Ich bin mir auch Sicher das die Bürgerini nicht Rassistisch ist Sie aber mit Rasisten in eine Ecke zu stellen ist nicht nur falsch sondern auch Dumm! Der Schreiberling scheint mir selbst ebenfalls ein Selbstdarsteller zu sein!

das sind faschospacken

schnewittchen 05.03.2004 - 12:15
gute bilder! ist doch ein leichtes, herraus zufinden wer die sind. jedenfals ein geiler joke, die leute als bürger und initiative hin zustellen.  http://mitglied.lycos.de/purplehaze82/index.htm

selektion?

antifa 05.03.2004 - 12:32
mal eine ernsthafte frage: warum sehen diese ostdeutschen neo-nazis eigentlich auf den bildern immer aus, als waeren ihre eltern zu nahe miteinander verwandt? oder werden hier nur selektiv solche bilder von nazis veroeffentlicht, auf denen die faschisten aussehen als sei bei ihnen (auch genetisch) irgendwas nicht in ordnung? wenn das so sein sollte, dann stellt sich die frage, ob man mit dieser auswahl nicht altbekannte klischees zementiert (haesslich = dumm = boese; atraktiv = klug = gut). oder sehen die wirklich alle so scheisse aus?!?

nazis sehen so aus? sie sehen so aus!

bush 05.03.2004 - 13:12
@antifa

das ist hier kein casting für faschomodels. du warst offensichtlich noch nie auf einer naziveranstaltung oder gegendemo, denn sonst wüsstest du , dass die nasen tatsächlich so aussehen.

klar sind die braunen anzugsträger genau so gefährlich wie die stiefelglatzen und tunschuhnazis, aber die faschos auf den bildern sind die, die auf die strasse den terror gegen alles was sich nicht in ihr weltbild einfügen lässt, tragen. der faschos im gut bezahlten job und anzug, der äusserlich so gar nicht ins medienbild vom nazischläger passt, lässt lieber seinen rechtsanwalt arbeiten, wenn es gegen einen geplanten neubau einer synagoge geht, oder flüchtlinge verhindert werden sollen.

die bilder hier geben einen realistischen eindruck wieder und jeder der sich mit nazibanden im öffentlichen raum befasst, weiss das die bratzen so aussehen. in der regel. schau mal bei denen vorbei. die sehen alle gleich aus. gleich scheisse, aber wie gesagt es geht nicht um äusserlichkeiten. aber die faschos muss hier keiner hässlicher machen als sie sind.

Nazis nach Afrika, in die Wüste

Frau Maier mit ai 05.03.2004 - 13:32
Wenn ich die Leute der Bürgerinitiative höre und die Faschounterstützer auf den Bildern sehe, bekomme ich echt Angst. Mit solchen Menschen würde ich nicht in einer Strassen wohnen wollen. Von mir aus können in meiner Strasse nur Afrikaner wohnen, das wäre mir lieber, als solche Nazis in der Nachbarschaft. Könnte man nicht tauschen?
Einfach das ganze Nazipack mit samt ihrer Faschoinitiative ab nach Afrika und im Tausch die Afrikaner, die wollen, hier her!

@ staufi

xxx 05.03.2004 - 16:52
ich kenne städte, da siehst du fast keine nazis mehr in ihrem üblichen outfit (b-jacke, springer usw.), sondern die meisten laufen echt rum wie autonome.

@zuschauer

Arrow 06.03.2004 - 01:20
Die Bürgerini wird dorthin gestellt wo sie räumlich steht! Wer sich nicht eindeutig von Nazis abgrenzt bzw. diesen einen Platzverweis erteilen läßt, der muß sich so was gefallen lassen!