Stellungnahme zum 31. Januar
Fair Play!? Nachspielzeit!
Stellungnahme der "AntifaKoordination/Hamburg" zu den Vorfällen am Beginn der antifaschistischen Demonstration gegen den Naziaufmarsch in Hamburg am 31. Januar 2004.
Stellungnahme der "AntifaKoordination/Hamburg" zu den Vorfällen am Beginn der antifaschistischen Demonstration gegen den Naziaufmarsch in Hamburg am 31. Januar 2004.
Der Spielzug...
Es ist in der Zwischenzeit schon viel gesagt und geschrieben worden. Wir als politische TrägerInnen der Gegenaktivitäten haben uns entschieden zu den Vorfällen am Beginn unserer Demonstration, Stellung zu nehmen.
Unser erklärtes Ziel zu Beginn der Mobilisierung zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch war es, eine große, politisch breite und entschlossene Demonstration zu organisieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sind wie bei jeder bündnispolitischen Aktivität, Kompromisse unverzichtbar. Dies bedeutet, dass alle Beteiligten neben einem gemeinsamen Aufruf, einem gemeinsamen Plakat und gemeinsamen Veranstaltungen auch bei der Ausrichtung, bzw. beim Konzept der Demonstration, kompromissfähig sein müssen. Wer dazu nicht in der Lage oder Willens ist, sollte eigene Aufrufe, Plakate, Aktionen und Demonstrationen organisieren.
Im Sinne dieses gemeinsam getragenen Ziels war auch die ausdrückliche Aufforderung zu verstehen, auf das Mitführen jeglicher Nationalfahnen zu verzichten. Diese Entscheidung basierte u.a. auf der Hoffnung, solche handgreiflichen Auseinandersetzungen, wie schon anderorts vorgefallen, bereits im Vorfeld zu verhindern. Diese haben wir allen organisierten Strukturen, die wir mit über 15 Veranstaltungen in mehr als 10 Städten zu unserer Demonstration einluden, vermittelt. In kaum einer Stadt gab es zu diesem Punkt Diskussionsbedarf.
Im Vorbereitungskreis der Demo war besprochen worden, sollten solche Fahnen auftauchen, werden die TrägerInnen angesprochen und gebeten, die Fahnen einzurollen oder sich im hinteren Teil der Demo einzureihen. Sollten sie dieser Bitte nicht nachkommen, werden sie aus der Demo geschoben. Dies sollte ohne größeres Aufsehen, bzw. ruhig und ohne Handgreiflichkeiten ablaufen. Eine körperliche Auseinandersetzung war von niemandem gewünscht, wurde und wird von uns nicht gewollt.
Wie schon erwähnt, haben wir unser Konzept im Vorfeld transparent gemacht und standen einer politischen Auseinandersetzung zur Verfügung.
Das Foul...
Ca. 20 Personen aus dem sog. "antideutschen" Spektrum Berlins [Sicher wissen wir: Personen u.a. von der Redaktion Bahamas, Autonome Antifa Nordost [AANO], sowie der kp-berlin] versuchten sich bei Start der Demo mit ca. 5 Israelfahnen, 1 USA-, 1 GB-Fahne sowie zwei Transparenten in die Demo zu drängen. Dies geschah zwischen der dritten und vierten Kette, d.h. eindeutig im Bereich der organisierten Hamburger Gruppen. Unsere Ketten reagierten großenteils gemäß der Absprache. Sie versuchten, die Reihen zu schließen und den Weg in die Demo an dieser Stelle zu versperren. Parallel zu dieser Aktion versuchten wir als Demoleitung über den Lautsprecherwagen zu beruhigen und zu deeskalieren. Wir forderten die FahnenträgerInnen auf, das Konzept der Demonstration zu respektieren, die Provokationen zu unterlassen und sich doch bitte, wenn sie ihre Fahnen schon zeigen wollen, im hinteren Teil der Demo einzureihen. Diese Ansagen wurden von der Gruppe ignoriert. Es entstand eine äußerst unübersichtliche Situation, die eskalierte. Viele umstehende Personen mischten sich in die Auseinandersetzung ein. In dieser Situation begannen die FahnenträgerInnen mit ihren Fahnen in die Demo zu schlagen. Mindestens einem Demoteilnehmer zerbrach eine Fahnenstange auf dem Kopf. Anschließend stachen Einzelne mit ihren Fahnenstangen auf Augenhöhe in die Demo. Die ganze Aktion dauerte keine zwei Minuten. Die Polizei zog daraufhin eine Kette zwischen Demo und AngreiferInnen. Drei der sog. "Antideutschen" wurden festgenommen. Um Ruhe in die Situation zu bringen, formierte sich der erste Block unserer Demonstration und ging los.
Rote Karte...
Als politische TrägerInnen der Gegenaktivitäten werten wir diese geplante Aktion der sog. "Antideutschen" als Angriff auf eine antifaschistische Demonstration. Der Rahmen der politischen Auseinandersetzung wurde mit dieser Aktion verlassen:
1.
Eine solche Aktion und die damit verbundene Auseinandersetzung ist dazu in der Lage eine komplette Demonstration in ihrer Außenwirkung völlig zu verzerren und zu gefährden. Sie kann der Polizei als Legitimation späterer Repression dienen.
2.
Es lag nie im Interesse der sog. "Antideutschen", bei unserer Demonstration mitzulaufen. Dies haben sie auf mindestens zwei Vorbereitungsveranstaltungen in Berlin deutlich gemacht.
3.
Sie wussten, dass Nationalfahnen auf unserer Demonstration nicht erwünscht waren. Sie wussten, dass wir versuchen, unser Konzept durchzusetzen und so eine Provokation nicht tolerieren werden.
4.
Sie suchten genau die Situation, die dann eintrat. Offensichtlich suchten sie die Eskalation um sich im Nachhinein zu Opfern stilisieren zu können.
5.
Die organisierten Strukturen innerhalb der Demo versuchten koordiniert, ruhig und entschlossen zu reagieren. So wie es innerhalb der Vorbereitung beschlossen war. Wenn einzelne Personen in und außerhalb der Demo über- oder sogar falsch reagierten, ist dies zu thematisieren und zu kritisieren. Jedoch darf nicht die Umkehr von Angegriffenen zu Angreifenden begangen werden.
6.
Wir distanzieren uns von antisemitischen Rufen und Sprüchen, die von einzelnen Personen am Rande der Demo gerufen wurden und verurteilen diese aufs Schärfste. Leider waren diese in der unübersichtlichen Situation nicht zuzuordnen. Solche Leute haben auf antifaschistischen, linken Demonstrationen nichts zu suchen.
7.
Wir wenden uns gegen jegliche Form von Antisemitismus und Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen.
8.
Wir erwarten von Gruppen, inner- wie außerhalb Hamburgs, die mit den ProvokateurInnen eine Zusammenarbeit pflegen, eine öffentliche Distanzierung von dieser Aktion und ihrer BefürworterInnen. Es ist an ihnen eine weitere Spaltung der antifaschistischen Bewegung zu vermeiden.
9.
Wir werden auch in Zukunft solche Provokationen und Angriffe auf unsere Veranstaltungen, Aktionen und Demonstration nicht dulden und sie nach Kräften unterbinden.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel...
Wir werden auch zum nächsten angekündigten Naziaufmarsch am 27. März nach Kräften weiter mobilisieren und unser möglichstes tun, um diesen zu verhindern. Alle Antifaschistinnen und Antifaschisten, die mit uns gemeinsam und entschlossen an die Erfolge des 31. Januar anknüpfen wollen, sind herzlich eingeladen und aufgefordert, sich zu beteiligen!
Mit antifaschistischen Grüßen
Anarchistische Gruppe/RätekommunistInnen [AG/R]
Antifa-Info-Telefon, Hamburg
Antifaschistische Aktion Harburg
Autonome Gruppen Hamburg
Autonomer Rabatz - Gruppe Hamburg [AR-GH]
Avanti - Projekt undogmatische Linke, Hamburg
Rote Aktion Hamburg
t.a.p.e.
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Ergänzungen
Besonders widerlicher Vorfall
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Grabenkämpfe innerhalb der autoritär-dogmatischen K-Gruppen-Szene haben hier nicht das Geringste verloren! Es gibt genügend Foren für K-Grüppler, wo diese ungestört ihre sinnlosen Kleinkriege ausleben können. Diese werden von Indymedia-Mods doch auch nicht aufgesucht und zusgespammt.
Was soll also dieser Müll?
stimmt so einfach nicht
Auch die Eskalation der Gewalt wurde aus meiner Sicht nicht von den Antideutschen forciert; die Intifada!-Rufe machten deutlich, dass es niemanden der angreifenden Demonstranten darum ging, friedlich sinnvolle Demoabsprachen anzumahnen oder durch Kettenbilden durchzusetzen. Es fand vielmehr eine gewalttätige Auseinandersetzung um einen politischen Konflikt statt - und allein insofern ist die Darstellung der Hamburger Gruppen eine Verzerrung - ebenso wie die Behauptung, dass vom Lauti deutlich deeskalierende Maßnahmen ausgingen.
viele Umstehende haben im Übrigen die Situation genauso wie ich wahrgenommen. Ich verstehe daher die überzogenen bzw. einseitigen Reaktionen in Teilen der Linken nicht. Der Berliner Stressfaktor nahm z.B. die Veranstaltungen der Antifawoche aus seinem Terminkalender weil diese von der AANO mitgetragen wurde. Was soll das ? Solidarität mit den Leuten, die sich durch ihre Rufe eindeutig auf der Seite der antisemitischen Suicide-Bomber positioniert haben?
Zwei Punkte möchte ich noch anmerken: Erstens habe ich mich auf den Beginn der Auseinandersetzung konzentriert. Die Eskalation danach wurde auch von einigen der Antideutschen vorangetrieben, die ganz offensichtlich ihr Bild von der "völkischen Linken" bestätigt sahen. Dieses Bild ist in Anbetracht einiger weniger Intifada-Brüller auf der Hamburger Demo und der (leider) nicht schlichtend eingreifenden Mehrheit aber ebenso herbeihalluziniert wie die "Allianz zwischen den linken Antisemiten und der Polizei" von der einige ADs jetzt reden, weil die Bullen drei von ihnen verhaftet haben. Hier wird auch klar, dass es teilweise nicht mehr um ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung geht, sondern um Sektenkrieg.
Und zweitens scheint es mir wichtig zu sein, festzustellen, dass es sich hier nicht um ein durch Organisation /Absprachen etc lösbares Problem handelt. Die Auseinandersetzung war vorprogrammiert für den Fall, dass sich Antideutsche als solche zu erkennen geben egal was sie sonst tun würden. "Bahamas - und tschüß"(Stressfaktor) ist da natürlich ein Ausweg. aber ist es der richtige? Das man einen Linken-Hasser wie Sören Pünjer nicht gerne mag ist mir verständlich, aber mir ist es dann nicht verständlich, warum man Leute mag, die irgendwie die Intifada toll finden.
Und: wenn es in diesem Konflikt wirklich um Symbole, um Abgrenzungen und vor allem um Antifaschismus geht, dann muss der/die nicht-Sektierer-Linke sich am Schluss auch tatsächlich vor Augen halten, dass die Nazis, die z.B. gegen das Landser("Bomben auf Israel")- Urteil protestierten, jetzt mit Palitüchern rumrennen. Mir ist es zumindest lieber, auf eine Demo zu gehen, in der einige Leute die Nazis und überhaupt fast jeden Deutschen durch das Tragen von Israelfahnen ärgern, als mit Gruppen, die eliminatorisch-antisemitische Anschläge gutheissen. Viele bringen gegen die ADs sinnvoller Weise hervor, dass sie sich mit keinem Staat und keiner Fahne solidarisieren wollen. Schön und gut. dann aber bitte auch nicht mit den palästinensischen Nationalisten und ihren Tüchern.
21rstCDB ist ein Lügner!
Es wurde nicht ein einziges mal irgendwas mit "Intifada" gerufen.
Die Antideutschen sind von Beginn an an die Spitze gerannt, um die Demo anzustänkern. Als dann erste "verpisst Euch"-Rufe kamen, habt Ihr losgeprügelt.
Links zu Berichten
Neben den Angriff auf einen jüdischen Linken gabs im Nachinein noch Verbale Angriffe und Diffamierungen der Antideutschen gegen Holocaustüberlebende (sic!).
Hier noch mal ein paar Links zu Erlebnisberichten:
Da hier auf Indymedia ja mittlererweile mindestens 20 Versionen zur Hauerei am Anfang existieren hier noch einmal ein reduzierter Blick auf Selbsterlebtes ohne Gerüchteküche (fast jeder Beitrag schein hier ja aus der Perspektive des Hörensagens geschrieben worden zu sein). Ich selbst stand ohne dazuzugehören unbeteiligterweise in den äußeren Reihen der Antideutschen am Rand der Demo:
Sogenannte Antideutsche wollten unter Einsatz körperlicher Gewalt bei der Antifa-Demo in HH gegen alle Bündnisabsprachen mit Nationalfahnen der USA und Israel an der Spitze des Demozugs marschieren
? das versteh wer will
Was ich wirklich nicht verstehe, ist wieso sich die KP in die Demo reingeprügelt haben sollte, in ihrer Erklärung aber das Gegenteil schreibt, ansonsten auch nicht besonders antideutsch (hier ein Link zum Selbstverständnis der KP aus der antideutschen(?) Zeitung "Arranca") wirkt. Vielleicht (ich würde sagen, es scheint sehr wahrscheinlich) gab es doch Fehlverhalten an der Demospitze ...
@auch antifa
Nazis bekämpfen. ZUSAMMEN!
Deshalb alle mal 'nen Gang runterschalten!
Nazis bekämpfen. Auf allen Ebenen. Mit allen Mitteln. Zusammen!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Danke!
Sachlich und ehrlich!
Respekt und viele Grüße nach Hamburg!
Wir sehen uns am 27. März.
Nazis angreifen!
Hier mal eine gute Stellungsnahme
Stellungnahme zu Hamburg
Stellungnahme der Gruppe Kritik und Praxis Berlin zu der Auseinandersetzung zu Beginn der Antifa-Demo am 31.01.04 in Hamburg.
Anläßlich des Naziaufmarsches gegen die Wehrmachtsausstellung in Hamburg wollten mehrere Personen unserer Gruppe an der Antifa-Demo teilnehmen. Vier Personen aus der K&P gingen mit einem Transparent, auf dem "Deutschland denken heißt Auschwitz denken" stand und vier roten Fahnen mit dem Aufdruck K&P sowie dem Antifa-Aktionszeichen, vom U-Bhf zum vorderen rechten Rand der Demonstration. Als sie sich direkt neben der Demo plaziert hatten, um mit dieser mitzulaufen und sich später einzureihen, wurden sie sofort als Kriegstreiber beschimpft und körperlich angegriffen. Die Angreifer aus den ersten Reihen der Demo (etwa 30-40 Personen) entrissen ihnen unter Schlägen und Tritten das Transparent. Zwei KPler konnten sich Richtung Gehweg entfernen. Schlichtungsversuche eines der beiden anderen Genossen wurden mit weiteren Schlägen beantwortet. Die zwei KP-Mitglieder waren weiteren körperlichen Angriffen eines Teils der Demospitze ausgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt erst kamen ihnen mehrere Mitglieder anderer Gruppen zu Hilfe. Einige von ihnen zeigten dabei ihre mitgebrachten Transparente und Israelfahnen, was zu einer weiteren Eskalation führte. Nach ca. fünf Minuten begannen die Bullen mit einem Schlagstockeinsatz die "Fraktionen" voneinander zu trennen. Dabei kam es zu zwei Verhaftungen.
Um es an dieser Stelle noch einmal ganz klar zu sagen:
Wir haben zu keinem Zeitpunkt versucht, in die Demospitze einzudringen, sondern wollten am Rand der Demo mitlaufen, um uns an geeigneter Stelle in die Demo einzureihen. Dies gestaltete sich aufgrund des Getümmels und der unübersichtlichen Situation nicht so einfach. Es gab zwischen uns und anderen Gruppen keinerlei Absprachen, die Antifa-Demo zu provozieren oder sich in diese hineinzudrängen. Wir lehnen die Strategie, mittels Zeigen von Nationalfahnen die Situation in der Linken allgemein zu eskalieren oder damit linke Demonstrationen/Veranstaltungen zu stören, ab.
Bei allen inhaltlichen Widersprüchen innerhalb der Linken, steht für uns der Konsens, der sich z.B. auf einer Bündnisdemonstration gegen Nazis ausdrückt, im Vordergrund .
Des Weiteren finden wir es falsch, sich durch das Tragen von Nationalfahnen oder nationalen Symbolen politisch zu definieren. Unserer Meinung nach symbolisieren Nationalfahnen mehr als das, was deren Träger innerhalb der Linken in sie hinein interpretieren. Die USA-Fahne z. B. ist nicht nur eine der Fahnen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg, sondern eben auch die Fahne, in deren Name der Vietnam-Krieg geführt wurde. Da die getragenen Fahnen außer nationalen Konstrukten auch immer kapitalistische Staaten repräsentieren, sind sie unseres Erachtens nicht geeignet, ein emanzipatorisches Projekt voranzutreiben. Die gängige Praxis von einigen Linken, sich mit Hilfe von Symbolen (ob Palituch oder USA-Fahne) auf die richtige Seite, auf die Seite der "Guten" zu stellen, ist abzulehnen. Die Identifizierung, die manche Linke mit nationalen Symbolen praktizieren, führt zu Negierung von Widersprüchen. Diese Form von Identitätspolitik lehnen wir ab.
Allerdings sind wir der Meinung, daß Leute die auf einer Antifa-Demo Israelfahnen zerreißen und versuchen diese zu verbrennen in linksradikalen Strukturen nichts, aber auch gar nichts zu suchen haben.
Wir bewerten die Aggression, die zunächst uns und dann den Trägern der Israelfahnen entgegenschlug, nicht als einfache Angenervtheit Antideutschen gegenüber. Unserer Meinung nach war dieser Angriff z.T. antisemitisch motiviert, nicht zuletzt aufgrund von Parolen wie "Intifada bis zu Sieg" u.ä., die immer wieder aus der Demo gerufen wurden, von Einzelpersonen kamen auch Rufe wie: "Die Juden sind an allem schuld". Was die ebenfalls aus den Demo-Reihen geäußerte Beschimpfung unserer Gruppe als Kriegstreiber betrifft, verweisen wir hier nur auf unsere Homepage. Die Texte dort und der Aufruf zum 01.05. geben unsere kritische Position zum Irakkrieg wieder, so heißt dort u.a. "Der Krieg im Irak ist zu verurteilen, ebenso wie es die Kriege in Tschetschenien, im Kosovo und in Ex-Jugoslawien sind".
Generell sehen wir mit Sorge eine Tendenz in der radikalen Linken, seit dem 11. September den Versuch einer materialistischer Gesellschaftsanalyse zugunsten verschwörungstheoretischer, oft antisemitisch angehauchter Welterklärungsmodelle aufzugeben.
Dies äußert sich im Großen in der hemmungslosen Personalisierung kapitalistischer Verhältnisse (Bush, die Sau!), im kleinen in aberwitzigen Szene-Grüchten auf Indymedia.
Wir können den Beschluss der Demo-Vorbereitung, im vorderen Teil der Demo keine Nationalfahnen zu tragen, nachvollziehen, auch auf unserer Demo am 3.Oktober versuchten wir diese Position durchzusetzten, scheiterten aber an der praktischen Umsetzung. Auch haben wir in unserer Gruppe noch Diskussionsbedarf in dieser Frage, denn es mag ja durchaus Anlässe geben, bei denen auch Nationalfahnen angebracht sein könnten, z.B. am antiisraelischen Al Quods-Tag an dem sich neben islamistischen Fundamentalisten auch deutsche Neonazis beteiligten.
Die Demoleitung hat zu keinem Zeitpunkt versucht, die Situation zu deeskalieren. Dazu fordern wir eine Stellungnahme der organisierenden Gruppen.
Des Weiteren stehen wir einer Diskussion zu diesem Thema offen gegenüber.
Let`s push things forward!
Für den Kommunismus!!!
www.kp-berlin.de
Zu den Gerüchten, es handle sich bei den KP-Mitgliedern mehrheitlich um Millionärs-Söhne, möchten wir klarstellen:
1) auch die Frauen in unserer Gruppe sind unbeschreiblich reich.
2) unser gigantisches Vermögen stammt überwiegend aus Großgrundbesitz und Immobilienspekulation - nur wenige der Millionäre in unserer Gruppe sind im Öl-Geschäft tätig; die Mutmaßung also, wir wären "nur wegen des Öls" für die Eroberung des Irak eingetreten, entbehrt damit auch in dieser Hinsicht jeder Grundlage.
3) Wir verachten den Raubtier-Kapitalismus made in USA zutiefst; im Sinne des "rheinischen Kapitalismus" sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Superreiche bewusst: so bestreiten unzählige Berliner Punks und Hausbesetzer ihren Lebensunterhalt aus Plakatierjobs und anderen Dienstleistungen für die KP, die wir weit über dem ortsüblichen Mindestlohn entlohnen.)
@stimmt nicht
peinliche stellungnahme
es geht euch um das zurückschlagen "antideutscher" zusammenhänge.
habt mumm, und gebt das zu.
und seid - statt mit euren verharmlosungen und verdrehungen - mal ein wenig objektiver,
was da nicht alles zur "antideutschen" einheitsfront halluziniert wird -
peinlich peinlich.
was hat die KP berlin bitte mit der bahamas zu tun ?
manche zusammenhänge bleiben eben in den 90ern hängen inhaltlich...
fight antisemitism
Chat ?
Sie wussten, dass Nationalfahnen auf unserer
habt ihr die demo gekauft, oder was? was habt ihr eigentlich fuer eine vorstellung von meinungsfreiheit?
Provo , Dummheit , oder was???
Gruppen, Zeitschrieften(Bahamas,aano,Kp) noch lange nicht abgeschlossen und aus diesen Grund möchten wir noch was dazu sagen , und Berichten.
Wir sehen es leider inzwischen so das diese Sogenannten Linken(Anti-Deutschen)Gruppen nichts weiter tuhen alles als Antisemitisch abzustempeln und die Antifaszene und Globalisierungsszene zu spalten und Kaputt zu machen, aber nicht nur das sie haben sich auch schon in diverse andere Gruppen und Projekte eingeklinkt und teilweise diese auch Übernommen.
Beispiele sind(Kurt Lade Klub,Bandito Rosso(teilweise))
aber es gibt noch mehr sicherlich wo sie nach unserer Meinung,die Linke übernommen haben oder es Infilltrieren, mit ihren Leuten und so andere JugendGruppen versuchen nach ihren Bild zu beeinflussen.
Da fragt mann sich was , wo sind die anderen die Leute von Bauwagenplatz, aus Deutschland die die Anti-Deutschen als Assis und Vokistinkenen idioten bezeichnen( Nach zu lesen in einer Ausgabe von Bahamas2001 0der 2003)
Oder die Punks und anderen nicht anti-deutschen Antifas die ab und zu von diesen PersonenKreis angegriffen werden oder aus Läden rausgeschmissen werden.
All das wundert uns das noch nichts Konkretes Passiert ist um diese Leute, von unseren projekten oder Häusern ,Bündnissen, Demos Rauszuschmeisen!!!!
Es wird Zeit zurück zu schlagen!!!!
Querfront und Anti-Deutsche haben nichts bei uns zu suchen , unsere Meinung!!!!
EIN PAAR WÜTENDE ANTIFAS,PUNKS AUS SCHWERIN UND LUDWIGSLUST!!!!!!
PS.Vor dem Kurt Lade Klub, wurden ein paar Freunde von uns beschiempft und mit Androhung von Schlägen,vertrieben....(15.02.04)
Das sehen wir als Angriff auf uns, und deshalb haben wir keine weitere Lust mehr in Berlin unsere zeit am Wochenende zuverbringen.
SOLIDARISCHE GRÜße an unseren Freunden aus Berlin!!!!
PUNK AND ANTIFAS UNITED!!!!!!!!
Plastik Antifa(bündnis)
Diese "Erklärung" hat Stammtischniveau!
@ mods
mag sein, daß er sympathien für die hamburger demospitze hat und ihm die fehlinterpretation "autonome verprügeln junge juden" der presse bitter aufgestoßen ist - SEINE lügenmär ist allerdings unerträglich
frage an die mods
@ egal
- das Teil wurde von Euch jetzt 10 mal bei Indy gespammt
- Es ist Desinformation und rein ideologisches Geschreibe a la "Alle anderen sind schuld, wir sind die Guten, weil wir die einzige wahre KP sind"
- siehe Kommentar weiter oben:
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Was soll also dieser Müll?
@bla
...
wollt ihr nciht mal für die demo am 27. märz mobilisieren, anstatt hier noch in 10 jahren von der demo zu berichten!
Dinosaurier werden immer trauriger
Früher war alles besser.
Hafen bleibt! Rettet die Wale und die Autonomen!
Vorschlag zur Güte: Nicht Dresden, sondern Hamburg ist das echte Tal der Ahnungslosen. Congratulation.
@ TRex
@jüdischer Linker angegriffen?
@Antifa- Punks aus Schwerin, Ladeklub
@Dinosaurier und Antideutsche
Selbstzerfleischung
Hoffentlich ist hier Niemanden entgangen das die Nazis eine wahre "Demooffensive" geplant haben.
In FFM, München, Bochum,Hamburg, Gladenbach/Marburg 21.2., Neubrandenburg, Wilhelmshaven, Osnabrück, Weimar20.4., Würzburg und anderswo.
Soll es ähnlich laufen wie in DD.
Keine Ausreden mehr, Antifa heisst Naziaufmarsch verhindern!
Kurt-lade-Klub
Das soll so wohl ein Normaler Abend gewesen sein.....Kneipen abend,soweit wir wissen.
Ansonsten Solidarische Grüße an die Hamburger Punk-Antifas
und auch die berliner die wir kennen......................!!!!
1MAI04 SENAT VERJAGEN IN HAMBURG!!!!!!!
Wo ist die Stellungnahme vom Bad Weather?
Vor kurzem habe ich die Stellungnahme von Bad Weather Hamburg hier im Open-Posting gesehen. Wo ist sie hin? Habt Ihr sie runtergenommen? Das fände ich ganz schön komisch. Viellicht wars ja auch nur ein Versehen und sie taucht wieder auf.
@Antifa
zur kp
@Interressierte an Mod
@ich
Was ich sowieso nicht ganz verstehe ist, wieso sich alle Welt über diese Fahnen so aufregt (und Palitücher unbeachetet bleiben, die genauso unangenehm sind), dass sich die ganze Szene deshalb spaltet.
Der Nahostkonflikt wird nicht in Hamburg oder Berlin entschieden, deshalb sollten doch Linke dafür einstehen, dass Israel- und Palästina-Fahnen auf einer Demo gemeinsam sein können, genauso, wie es mal zwei Staaten dort nebeneinander geben soll, die in Frieden leben (als Linke sollte man auf Demos diesen Frieden vorwegnehmen, in dem man beide Fahnen oder Palitücher toleriert).
Das ist doch ein ebenso pragmatischer wie parathetischer Vorschlag